kein strahlender heißer Sommerabend die Wiesenarbeiter waren am ganzen Wege entlang beschäftigt der Himmel versprach gutes Wetter für die kommenden Tage seine Bläue war milde und einzelne Wolken zogen hoch und durchsichtig dahin Auch der Westen war warm keine wässerigen Strahlen störten das Bild es war als sei ein Feuer angezündet als brenne ein Altar hinter jenem dunstigen Vorhange und wo dieser hier und da zerrissen war schien eine goldige Röte hervor Fröhlichkeit kam über Jane als sie den vor ihr liegenden Weg immer kürzer werden sah sie wurde so froh als ob sie wieder in ihr eigenes Heim oder an einen dauernden Ruheplatz oder an einen Ort zurückkehre wo treue Freunde ihrer harrten und ihre Ankunft herbeisehnten Sie dachte des freundlichen Lächelns von Mrs Fairfax Sie sah schon die kleine Adele in die Hände klatschen und vor Freude springen auch blickte sie erwartungsvoll ihrem gütigen Herrn entgegen Immer schneller eilte Jane um die ersten Wipfel des wohlbekannten Parks zu erspähen Mit welchem Gefühl sie einzelne Bäume bewillkommte die sie kannte Liebgewordene Aussichten auf Wiesen und Hügel Endlich erhoben der Park und das Gehölz sich vor ihr Düster lag der Krähenhorst da ein lautes Krächzen unterbrach die Stille des Abends Ein seltsames Entzücken kam über Jane Sie rannte fast vorwärts Noch ein Feld zu durchkreuzen einer gewundenen Heckengasse nachzugehen und da lagen die Mauern des Hofes die Wirtschaftsgebäude Das Haus selbst war noch inter dem Krähenhorst verborgen Zuerst will ich es an der Vorderseite wiedersehen beschloß Jane wo die kühnen Zinnen sofort einen erhabenen Eindruck auf das Auge machen Jane war an der niederen Mauer des Obstgartens entlang gegangen jetzt wandte sie sich um die Ecke gerade hier war eine Pforte welche auf die Wiese hinausging zwischen zwei steinernen Pfeilern welche von großen Steinkugeln gekrönt waren Hinter einem Pfeiler hervor würde sie ruhig auf die volle Front des Herrenhauses blicken können Von diesem Standpunkt aus beherrschte sie sowohl die lange Vorderseite wie die Fensterreihen und die Zinnen jetzt ein kühner langer Blick auf die Front Da entsetzlich Höre ein Bild liebe Leserin Denke dir ein Sohn ist nach jahrelanger Abwesenheit zurückgekehrt in seine Heimat Er hat seine Mutter nicht benachrichtigt denn er will sie überraschen Stürmisch eilt er in ihr Haus ihre Wohnung Er findet sein Mütterchen schlafend auf dem Ruhebett Klopfenden Herzens nähert er sich ihr Er will die lang Entbehrte mit einer Umarmung einem Kusse erwecken Er umschlingt die teure Gestalt aber keine Bewegung in ihr keine Antwort Wild hallt sein Schrei denn diejenige von der er glaubt daß sie schläft wird er nicht mehr erwecken sie ist tot Also erging es der armen Jane Mit zitternder Freude hatte sie den Blick auf ein stattliches Haus gerichtet sie sah nur von Rauch geschwärzte Ruinen Es war nicht mehr nötig sich hinter einem Thorpfeiler zusammen zu kauern nach den Fenstern emporzublicken Es war nicht mehr nötig dem Offnen und Schließen von Türen zu lauschen oder sich einzubilden daß menschliche Tritte auf der Terrasse oder den Kieswegen zu vernehmen seien