bezahlten Untergebenen sich durch ihre Befehle verletzt fühlen oder nicht Bezahlte Untergebene sind Sie denn meine bezahlte Untergebene Ei ja ich vergaß das Jahrge halt Nun wollen Sie also gestatten daß ich auf diesen Grund hin ein wenig anmaßend bin Nein Herr auf diesen Grund hin nicht aber deshalb weil Sie diesen Grund ganz aus dem Spiele ließen und sich darum kümmern ob eine bezahlte Person sich in ihrer Abhängigkeit wohl fühlt willige ich von Herzen ein Und wollen Sie mir eine Menge herkömm licher Formen und Redensarten erlassen ohne zu glauben daß die Unterlassung der Nichtachtung entspringt Ich bin gewiß mein Herr daß ich Formlosigkeit nie für Grobheit halten werde die erstere ist angenehm und der anderen würde sich auch gegen ein Jahrgehalt ein freigebornes Wesen nicht unterwerfen Unsinn Die meisten freigebornen Wesen werden sich für ein Jahrgehalt Allem unterwerfen Indessen drücke ich Ihnen im Geiste die Hand für Ihre Ant wort so unbestimmt sie auch ist Und was die Art betrifft wie sie ausgesprochen wurde so war sie offen und aufrichtig Man findet das nicht oft nicht drei unter dreitausend Erzieherinnen die eben die Schule verlassen würden mir wie Sie geantwortet haben Aber ich will Ihnen nicht schmeicheln Wenn Sie anders sind als die Mehrzahl so ist es nicht Ihr Verdienst sondern die Natur hat es gethan Und am Ende gehe ich auch in meinen Schlüssen zu weit denn nach dem wenigen was ich bis jetzt weiß mögen Sie auch nicht besser sein als die Uebrigen vielleicht haben Sie unerträgliche Mängel die Ihre wenigen guten Eigenschaften wieder aufheben Und Sie dürften solche Mängel auch haben dachte ich Mein Auge begegnete bei diesem Gedanken dem seinigen Er schien in meinem Blick zu lesen und beantwortete die Bedeutung desselben als hätte ich meinem Denken Worte verliehen Ja ja Sie haben Recht sagte er ich habe selbst viele Fehler ich weiß es und wünsche sie nicht zu beschönigen das versichere ich Ihnen Gott weiß ich habe nicht Ursache zu strenge gegen Andere zu sein denn ich habe mir eine Reihe von Handlungen vorzuwerfen welche mir wohl den Spott und den Tadel meiner Mitmenschen zuziehen dürfte Ich betrat im einundzwanzigsten Jahre einen falschen Weg oder wurde vielmehr auf denselben gedrängt denn gleich allen anderen Uebelthätern lege ich gern die Hälfte der Schuld dem Unglück oder den ungünstigen Umständen zur Last und habe nie seitdem den rechten Weg wiedergefunden doch es hätte ganz anders sein ich hätte weiser und fast fleckenlos sein können Ich beneide Sie um Ihren Seelenfrieden um Ihr reines Gewissen um Ihre unbefleckte Er innerung Kleines Mädchen eine Erinnerung ohne Flecken oder Makel muß ein herrlicher Schatz sein eine unerschöpfliche Quelle reiner Erfrischung nicht wahr Wie waren Sie denn als Sie in meinem Alter standen mein Herr In meinem achtzehnten Jahre war ich wie Sie ganz wie Sie Die Natur hatte mich im Ganzen zu einem guten Menschen bestimmt Miß Eyre und Sie sehen ich bin es nicht geworden Sie mögen sagen Sie sehen es nicht wenigstens schmeichle ich mir