müssen sich einige Tage Zeit nehmen um eine solche Sache zu überlegen ehe Ihr Wort als gültig kann betrachtet werden O wenn Sie nur an meiner Aufrichtigkeit zweifeln so bin ich ruhig Sie sehen also die Gerechtigkeit der Sache ein Ich sehe eine gewisse Gerechtigkeit darin aber es ist gegen allen Brauch Uebrigens gehört Ihnen mit Recht das ganze Vermögen mein Oheim gewann es durch seine eigenen Anstrengungen es stand ihm frei es zu hinterlassen wem er wollte und so gab er es Ihnen Die Gerechtigkeit gestattet Ihnen auch es zu behalten und Sie können es mit reinem Gewissen als Ihr unbestreitbares Eigenthum betrachten Bei mir ist es ebenso sehr Sache des Gefühls als des Gewissens sagte ich ich muß meinen Gefühlen nachgeben ich habe so selten Gelegenheit gehabt es zu thun Wollten Sie sich auch noch so hartnäckig widersetzen so würde ich dennoch nicht auf das kostbare Vergnügen verzichten einen Theil einer großen Verpflichtung zurückzuzahlen und mir auf meine Lebenszeit Freunde zu gewinnen So denken Sie jetzt erwiderte Saint John weil Sie nicht wissen was es heißt etwas zu besitzen und folglich auch nicht verstehen den Reichthum zu schätzen Sie können sich keinen Begriff davon machen welches Ansehen zwanzigtausend Pfund Ihnen verleihen würden welchen Platz Sie dadurch in der Gesellschaft einnehmen welche Aussichten sich Ihnen eröffnen würden Sie können nicht Und Sie können sich das Verlangen nicht vorstellen welches ich nach brüderlicher und schwesterlicher Liebe habe fiel ich ein Ich hatte nie eine Heimat ich hatte nie Brüder oder Schwestern ich muß und will sie jetzt haben Sie haben nichts dagegen mich anzuerkennen nicht wahr Johanna ich will Ihr Bruder sein meine Schwestern werden Ihre Schwestern sein ohne die Aufopferung Ihrer Rechte zu fordern Bruder Ja in der Entfernung von einigen tausend Stunden Schwestern Ja Schwestern welche Sclavendienste bei Fremden verrichten Und ich sollte reich sein und mit Gold überladen welches ich nicht erworben und nicht verdiene Und Sie ohne Vermögen Eine hübsche Gleichheit und Brüderschaft Aber Johanna Ihr Streben nach Familienverbindungen und häuslichem Glück kann auf andere Weise als durch die Mittel erfüllt werden die Ihnen jetzt vorschweben Sie können sich verheiraten Unsinn Verheiraten Ich will und werde mich nie verheiraten Das ist zu viel gesagt und nur ein Beweis von der Aufregung in der Sie sich befinden Es ist nicht zu viel gesagt ich weiß was ich fühle und wie sehr ich dem bloßen Gedanken an Verheiratung abgeneigt bin Niemand würde mich aus Liebe nehmen und ich will nicht als eine bloße Geldspeculation betrachtet werden Ich will keinen Fremden der keine Theilahme für mich empfindet und der mir unsympathisch ist ich will nur mit gleichgesinnten Personen umgehen die so fühlen und denken wie ich Sagen Sie noch einmal daß Sie mein Bruder sein wollen als Sie diese Worte aus sprachen war ich glücklich wiederholen Sie dieselben und wenn Sie können wiederholen Sie sie aufrichtig Ich glaube daß ich es kann Ich weiß ich habe immer meine Schwestern geliebt ich bin mir bewußt worauf sich meine Neigung zu