sein wird dachte ich Wo wird dieser Geist der sich jetzt vorbereitet die körperliche Hülle zu verlassen hingelsen wenn er endlich frei ist Ich überdachte das große Geheimnis es fiel mir Helene Burns ein und ich erinnerte mich ihrer letzten Worte und ihres Glaubens Im Geiste horchte ich auf die Laute ihrer unvergeßlichen süßen Stimme stellte mir ihr blasses und vergeistigtes Aussehen ihr abgefallenes Gosicht und ihren erhabenen Blick vor als sie auf ihrem Sterbebette ruhig dalag und mir ihr Verlangen zuflüsterte in den Schoß des göttlichen Vaters aufgenommen zu werden Aus diesen Erinnerungen wurde ich durch die leise gesprochenen Worte Wer ist da geweckt Ich wußte daß Mistreß Reed seit mehreren Tagen nicht gesprochen hatte Kam sie wieder zu sich Ich ging zu ihr hin Ich bin es Tante Reed Wer – ich war die Antwort Wer bist du Mit einem halb überraschten halb beunruhigten Blick auf mich fügte sie noch immer verwirrt hinzu Du bist mir gänzlich fremd wo ist Bessie Sie ist im Parkhäuschen Tante Tante wiederholte sie Wer nennt mich Tante Du bist keine von den Gibsons und doch kenne ich dich dies Gesicht die Augen und die Stirn sind mir so bekannt du gleichst ja du gleichst Johanna Eyre Ich sagte nichts denn ich fürchtete sie wieder aufzuregen wenn ich mich zu erkennen geben würde Doch ich glaube fuhr sie fort ich irre mich meine Gedanken täuschen mich Ich wünschte Johanna Eyre zu sehen und ich stelle mir eine Aehn lichskeit vor wo keine vorhanden ist überdies muß sie sich in acht Jahren sehr verändert haben Ich versicherte ihr sanft daß ich die erwartete und erwünschte Johanna Eyre sei und als ich sah daß ich verstanden werde und daß sie ihre Gedanken gesammelt habe erinnerte ich sie daß Bessie mich durch ihren Mann von Thornfield habe holen lassen Ich weiß ich bin sehr krank sagte sie nach einer kurzen Pause ich versuchte vor wenigen Minuten mich umzuwenden doch bemerke ich daß ich kein Glied bewegen kann Es ist besser wenn ich mein Gemüth beruhige ehe ich sterbe das woran wir in gesunden Tagen wenig denken wird uns in einer solchen Stunde wie es die gegenwärtige für mich ist zu einer großen Last Ist die Wärterin da oder sonst Jemand außer uns Ich versicherte ihr daß wir allein wären Nun sagte sie ich habe dir zweimal Unrecht gethan was ich jetzt bereue Einmal als ich das meinem Manne gegebene Versprechen brach dich wie mein eigenes Kind zu erziehen das andere Mal Sie hielt inne Am Ende ist es vielleicht von keiner großen Wichtigkeit murmelte sie vor sich hin und wer weiß ob ich nicht wieder gesund werde Es ist schmerzlich mich so vor ihr zu demüthigen Sie versuchste mit Anstrengung sich umzuwenden doch es gelang ihr nicht ihr Gesicht veränderte den Ausdruck wie unter der Gewalt einer tief gehenden inneren Empfindung vielleicht die Ahnung des letzten Todeskampfes Nun es muß überwunden werden Die Ewig keit ist vor mir und es ist besser ich sage es dir