beständig Geld verlangt Ich kann ihm kein Geld mehr geben denn wir werden arm Ich muß die Hälfte der Diener fortschicken und einen Theil des Hauses vermiethen Dennoch kann ich mich nicht dazu entschließen und doch wie sollen wir uns durchbringen Zwei Dritttheile meines Einkommens nehmen die Zinsen in Anspruch John spielt schrecklichs und verliert immer der arme Junge er ist von Betrügern umgeben John ist gesunken und verdorben sein Blick ist schrecklich ich schäme mich seiner wenn ich ihn sehe Sie wurde sehr aufgeregt Ich denke es ist besser ich verlasse sie jetzt sagte ich zu Bessie die auf der anderen Seite des Bettes stand Sie haben Recht Miß wenn die Nachtzeit naht spricht sie oft in dieser Weise am Morgen ist sie ruhiger Ich stand auf Warte rief Mistreß Reed ich möchte noch etwas sagen Er droht mir beständig droht er mir mit seinem oder meinem Tode und zuweilen träumt mir ich sähe ihn daliegen mit einer großen Wunde im Halse oder mit einem geschwollenen und geschwärzten Gesichte Ich sehe mich auf 's Aeußerste getrieben und habe schwere Sorgen Was ist zu thun Wie ist das Geld zu beschaffen Bessie versuchte sie jetzt zu überreden einen be ruhigenden Trank zu nehmen was ihr mit Mühe gelang Bald darauf versank die Kranke in eine Art von Halbschlaf Dann verließ ich sie Mehr als zehn Tage vergingen ehe ich wieder eine Unterredung mit ihr hatte Sie sprach entweder im Fieber oder war bewußtlos und der Arzt verbot alles was sie schmerzlich aufregen konnte Inzwischen vertrug ich mich so gut ich konnte mit Georgine und Elise Sie waren freilich Anfangs sehr kalt Elise saß den halben Tag da und nähte las oder schrieb und sprach dann kaum ein Wort mit mir oder ihrer Schwester Georgine konnte ihrem Kanarienvogel stundenlang Unsinn vorplaudern und achtete nicht auf mich Aber es fehlte mir nicht an Beschäftigung oder Unterhaltung denn ich hatte meinen Farbenkasten mit gebracht und dieser verschaffte mir Beides Mit Bleistiften und Papier versehen pflegte ich mich von meinen Cousinen abgesondert ans Fenster zu setzen und Phantasiebilder zu zeichnen die irgend eine Scene darstellten wie sie gerade das stets wechselnde Kaleidoskop meiner Phantasie darbot Eines Morgens began ich ein Gesicht zu skizziren Was es für ein Gesichst werden sollte kümmerte mich nicht Ich nahm einen weichen schwarzen Bleistift und zeichnete damit Bald zeigte sich auf dem Papier eine breite und vorragende Stirn und der eckige Umriß des unteren Gesichts Dieser Umriß verursachte mir Vergnügen mit geschäftigen Fingern machte ich mich daran die übrigen Züge auszuzeichnen Starke horizontale Augenbrauen mußten unter diese Stirn kommen dann folgte natürlich eine aus drucksvolle Nase mit geradem Nücken und weiten Nüstern dann ein biegsam scheinender Mund nicht zu schmal dann ein festes Kinn mit einem deutlich bezeichneten Spalt in der Mitte Natürlich gehörte hierzu noch ein schwarzer Backenbart und schwarzes Haar welchses sich wellenförmig über die Stirn hinzog Jetzt kamen die Augen ich hatte sie bis zuletzt aufgespart weil sie die sorgfältigste Arbeit erforderten Ich zeichnete sie groß