ich ihr angewiesen Ich zog mich in eine Fenster vertiefung zurück nahm ein Buch von einem Tische und versuchte zu lesen Adele rückte ihren Schemel zu meinen Füßen hin und berührte bald darauf mein Knie Was willst du Adele Darf ich nicht eine von diesen prächtigen Blumen ehmen Mademoiselle Nur um meine Toilette zu v ervollständigen Du denkst zu viel an deine Toilette Adele aber du sollst eine Blume haben Und ich nahm eine Rose aus einer Vase und befestigte sie an Adelen 's Gürtel Sie seufzte vor un aussprechlicher Wonne als sei der Kelch ihres Glückes jetzt voll Ich wendete mein Gesicht ab um ein Lächeln zu verbergen Es lag etwas Komisches und doch wieder Trauriges in der Wichtigkeit womit die kleine Pariserin die Angelegenheiten der Toilette behandelte Ein gedämpftes Stuhlrücken verkündete jetzt daß sich die Gesellschaft von der Tafel erhob der Vor hang des Thürbogens wurde zurückgeschlagen durc h welchen sich das Speisezimmer zeigte Das Silber und Glas eines prächtigen Dessertservice womit ein langer Tisch bedeckt war erstrahlte im Lichte der Kronleuchter Eine Gruppe von Damen trat ein und der Vorhang fiel hinter ihnen zu Es waren ihrer acht Einige von ihnen waren sehr groß die meisten weiß gekleidet und Alle hatten eine Fülle von Putz an sich wodurch ihre Personen vergrößert wurden wie ein Nebel den Mond ver größert Ich stand auf und verneigte mich gegen sie Einige nickten mir zu die Anderen aber starrten mich nur an Sie zerstreuten sich im Zimmer Einige warfen sich in halb liegender Stellung auf die Sophas und Ottomanen Andere neigten sich über die Tische und betrachteten die Blumen und Bücher die Uebrigen sammelten sich in einer Gruppe um das Feuer und Alle sprachen in leisem aber deutlichem Tone der ihnen zur Gewohnheit geworden zu sein schien Ich erfuhr später ihre Namen und kann sie ebenso gut schon an dieser Stelle nennen Zuerst will ich Mistreß Eshton mit ihren beiden Töchtern erwähnen Sie war offenbar einst schön gewesen und hatte sich noch gut conservirt Amy die ältere von ihren Töchtern war ziemlich klein kindlich von Gesicht und von ungekünsteltem Benehmen Louise die zweite war von größerer und eleganterer Gestalt mit einem sehr hübschen Gesicht Beide Schwestern waren weiß wie Lilien Lady Lynn war eine imposante Person von etwa vierzig Jahren gerader Haltung stolzem Aussehen und mit einem prächtig schimmernden seidenen Kleide angethan Ein Reif von Diamanten schlang sich durch die Flechten ihres dunklen Haares über welchem eine azurfarbene Feder schwankte Die Oberstin Dent war weniger auffallend doch machte sie mir mehr als alle Anderen den Eindruck einer feinen Dame Sie hatte eine schlanke Gestalt ein sanftes Gesicht und blondes Haar Ihr schwarzes Atlaskleid und ihr Perlenschmuck gefielen mir besser als die Regenbogenstrahlen der titelreichen Dame Aber die drei ausggezeichnetsten Personen zum Theil vielleicht weil ihr Riesenwuchs alle Uebrigen weit überragte waren die verwitwete Lady Ingram und ihre Töchter Blanca und Maria Die Witwe mochte zwischen vierzig und fünfzig sein ihre Gestalt war noch schön ihr Haar wenigstens bei Kerzenlicht noch schwarz