mir anzukündigen daß der Thee im Zimmer der Mistreß Fairfax bereitet sei Dorthin begab ich mich wenigstens froh die Treppe hinuntergehen zu können denn ich bildete mir ein daß mich das Herrn Rochester näher bringe Sie müssen nach Ihrem Thee Verlangen tragen empfing mich die gute Dame Sie haben heute Mittag so wenig gegessen Ich fürchte Sie sind nicht wohl Sie sehen roth und fieberhaft aus O ganz wohl ich fühlte mich nie wohler Dann müssen Sie es durch einen guten Appetit beweisen wollen Sie den Theetopf füllen während ich diese Nadel abstricke Als sie mit ihrer Arbeit zu Ende war stand sie auf um das Rouleau niederzulassen was bisher noch nicht geschehen war weil sie vermuthlich das Tageslicht so lange als möglich benutzen wollte obgleich die Dämmerung bereits in völlige Dunkelheit überging Wir haben heute einen schönen Abend wenn s auch nicht sternenhell sagte sie indem sie durch die Scheiben blickte Herr Rochester hat im Ganzen einen günstigen Tag zu seiner Reise gehabt Reise ist Herr Rochester denn verreist Ich wußte nicht einmal daß er nicht zu Hause sei O er reiste gleich nach dem Frühstück ab Er ist nach Leas gegangen wo Herr Eshton wohnt zehn Meilen über Millcote hinaus Ich glaube es ist dort eine ziemlich zahlreiche Gesellschaft beisammen Lord Ingram Sir George Lynn Oberst Dent und Andere Erwarten Sie ihn diesen Abend zurück Nein auch morgen nicht ich denke er wird wahrscheinlich eine Woche oder länger dort bleiben Wenn diese feinen Leute zusammenkommen unterhalten sie sich so gut daß sie sich nicht so bald trennen und Herr Rochester ist ein so ausgezeichneter Gesellschafter daß ich glaube er ist ein allgemeiner Liebling Die Damen haben ihn sehr gern obgleich Sie vielleicht der Ansicht sind daß sein Aeußeres ihn nicht begehrenswerth erscheinen läßt aber ich vermuthe seine Talente sowie sein Reichthum und seine gute Herkunft machen jeden kleinen Fehler seines Aeußeren wieder gut Befinden sich Damen in Leas Da sind Mistreß Eshton und ihre drei eleganten jungen Töchter und da sind auch Blanca und Maria Ingram sehr schöne Damen vermuthe ich denn Blanca habe ich vor sechs oder sieben Jahren gesehen als sie ein Mädchen von achtzehn Jahren war Sie kam zu einem Weihnachtsball hierher den Herr Rochester gab Ich glaube fast es waren fünfzig Damen und Herren da alle aus den ersten Familien der Grafschaft und Miß Ingram galt für die schönste von Allen Wie sah sie aus Sie war groß hatte einen schönen Oberkörper und breite Schultern einen schlanken graziösen Hals eine dunkle und klare olivenfarbige Haut edle Züge und Augen denen des Herrn Rochester sehr ähnlich groß und schwarz und so glänzend wie ihre Juwelen Und dann hatte sie so schönes Haar rabenschwarz und zierlich geordnet Sie war ganz weiß gekleidet und trug eine ambrafarbige Blume im Haar die sehr gut gegen die dunkle Fülle ihrer Locken abstach Sie wurde natürlich sehr bewundert Ei freilich und nicht allein ihrer Schönheit sondern auch ihrer Talente wegen Sie war eine von den Damen welche sangen ein Herr