ich eine Glocke läuten Ich war so versunken dahingegangen daß ich das nahe Torf das zwischen den Hügeln dicht vor mir lag gar nicht gesehen hatte Menschliches Leben menschliche Arbeit waren mir also nahe Ich schleppte mich weiter denn es galt nun mein Leben durch Arbeit zu fristen Am Eingang des Dorfs war ein kleiner Bäckerladen Mich verlangte nach einem Stück Brot es war vier Uhr nachmittags und ich hatte seit dem letzten Abend noch nichts wieder genossen Ich trat in den Laden Eine Frau war darin Sie vermutete wohl eine vornehme Dame in mir denn sie begrüßte mich mit großer Höflichkeit Ich schämte mich zu Tode und die Bitte die ich mir zurechtgelegt hatte erstarb auf der Zunge Ich wollte ihr mein seidnes Halstuch und meine Handschuhe zum Tausch gegen ein Stück Brot anbieten aber ich konnte es nun doch nicht Ich fragte nur ob sie mir nicht sagen könne wo man im Dorfe Arbeit finden könnte und womit man hauptsächlich Handel triebe Als ich nur mürrische Antworten erhielt ging ich weiter Ich wanderte bis zum Ende des Dorfes und betrachtete die Häuser rechts und links Doch der Mut irgendwo anzusprechen fehlte mir Ein Stück weit ging ich ins Freie dann kehrte ich erschöpft in das Dorf zurück schlug einen Heckenweg ein und setzte mich an einem entlegenen Plätzchen ins Gras Es hielt mich hier nicht lange Ich mußte zu irgendeinem Entschluß kommen irgend etwas tun ich durfte mich nicht so widerstandslos von der Not zu Boden werfen lassen Am Ende des Gäßchens lag ein weißes Haus in einem hübschen Gärtchen Ich trat herzu und klopfte an Eine saubere Frau mit sanftem Gesicht machte auf Mit gitternder Stimme sagte ich ob vielleicht ein Dienstmädchen gebraucht würde Nein wir machen uns unsere Arbeit allein war die Antwort Können Sie mir nicht sagen ob ich hier irgendwo Arbeit finden kann fragte ich weiter Sie könne mir das leider nicht sagen erwiderte sie Darauf machte sie leise die Tür zu Wenn sie sie noch einen Augenblick hätte offen gelassen so würde ich um ein Stück Brot gebeten haben Der Hunger hatte mich jetzt in seinen Krallen Der Nachmittag neigte sich dem Ende zu und noch immer umstreifte ich wie ein verlaufener Hund das schmutzige geizige Dorf wo mir keine Hilfe zuteil wurde In der Nähe des Friedhofs fand ich ein Haus das ich für die Pfarre hielt Ich klopfte an die Küchentür Eine alte Frau öffnete Ich fragte ob hier der Pfarrer wohne Ja aber er ist nicht zu Hause Wann wird er denn wiederkommen So bald nicht er ist nach außerhalb Sein Vater ist plötzlich gestorben Ist denn die Frau Pastor nicht da Er ist unverheiratet und ich führe ihm die Wirtschaft Und abermals vermochte ich nicht zu betteln und schleppte mich weiter Ich band das Halstuch ab zog die Handschuhe aus und suchte jenen Bäckerladen wieder auf Nun wagte ich die Bitte ob man mir ein Stück Brot für mein Halstuch geben wolle Die Frau antwortete sie pflege solche Geschäfte