sprechen hören und Herr Rochester war manchmal hinübergefahren Sein Vater hatte die Besitzung als Jagdhaus gekauft Später hätte er das Haus gern vermietet aber da es in ungesunder Gegend lag fand sich kein Pächter Daher blieb Ferndean unmöbliert und unbewohnt bis auf zwei Zimmer die für den Eigentümer in Bereitschaft gehalten wurden Ich kam am Abend eines unfreundlichen Tages dort an Selbst wenn man unmittelbar vor dem Hause stand so sah man es vor dichten Bäumen noch nicht Ein eisernes Tor zwischen zwei Granitpfeilern wies mir den Eingang Dahinter lag eine Allee über der sich das schwere Laub der Bäume zum Bogen zusammenschloß Ich folgte einem von Gras überwucherten Pfade aber er schien nicht zum Hause zu führen sondern verlor sich tiefer und tiefer in dem einem Urwalde ähnlichen Park Ich glaubte ich hätte mich nach der falschen Seite gewandt und den Weg verfehlt Es wurde mit jeder Minute finsterer Ich sah mich nach einem andern Wege um aber es gab weiter keinen Ich ging weiter Endlich wurde der Pfad breiter Die Bäume standen nicht mehr so dicht Ich kam an ein Gitter hinter dem ich ganz versteckt und kaum sichtbar ein altes Haus erblickte Ich trat durch das Tor und befand mich nun auf einer halbkreisförmigen Waldlichtung ein breiter Kiesweg führte rings um diese herum ein anderer Weg gerade auf das Haus zu Es war still wie in einer Kirche trostlos finster fast unheimlich Können hier Menschen wohnen fragte ich mich Da wurde die Haustür geöffnet eine Gestalt erschien ein Mann ohne Hut er streckte die Hand aus um den Regen zu fühlen Obwohl es finster war hatte ich Herrn Rochester erkannt Ich hielt den Atem an blieb stehen und beobachtete ihn Es wurde mir schwer keinen Aufschrei zu tun ich fühlte mich versucht zu ihm zu eilen Er ging noch so aufrecht wie früher und sah noch ebenso kraftvoll aus Seine Züge hatten sich nicht verändert Das eine Jahr des Leidens hatte seinem edeln Mannesmut nichts anhaben können Aber der Ausdruck seines Gesichts war düster verzweifelt Er sah aus wie ein gefesseltes Tier Er stieg die Steinstufen herab und kam auf die Lichtung zu Den kühnen raschen Schritt seiner früheren Tage hatte er nicht mehr Dann blieb er stehen unschlüssig nach welcher Seite er sich wenden solle Er hob die Hand öffnete die Augenlider und sah zum Himmel auf und dann nach dem Walde doch für ihn war ja alles Finsternis Er reckte den rechten Arm vor sich hin den verstümmelten trug er in der Tasche als wenn er durch Berührung seine nächste Umgebung erkennen wollte Doch auch hier fand er nur leere Luft Da gab er seine Bemühung auf kreuzte die Arme und stand nun regungslos und stumm im Regen der unablässig auf seinen unbedeckten Kopf fiel John der Kutscher den ich zuvor nicht bemerkt hatte trat an ihn heran Gnädiger Herr nehmen Sie meinen Arm es wird gleich stark gießen Gehen Sie lieber ins Haus Laß mich in Ruhe war die Antwort John ging ohne mich