werden Als seine Schwester mitzugehn das hätte ich vielleicht vermocht doch nicht als seine Gattin Und das sagte ich ihm nun Er schüttelte den Kopf Das wäre eine halbe Sache und würde den Zweck nicht erfüllen Ja wenn Sie wirklich meine Schwester wären dann brauchte ich kein Weib zu suchen So aber muß unser Zusammenleben durch die kirchliche Trauung geheiligt sein Sehen Sie das nicht ein Johanna Denken Sie nur einmal nach Ich dachte wohl nach aber meine Vernunft wiederholte nur die Tatsache wir könnten nicht Mann und Weib sein ich könnte ihn nicht heiraten Sie sind mir lieb wie ein Bruder St John sagte ich zu ihm Lassen Sie mich Ihnen nach wie vor nur Schwester sein Das geht nicht an versetzte er kurz Sie haben gegen die Hauptsache gegen das Mitkommen nichts einzuwenden Sie haben schon sozusagen die Hand an den Pflug gelegt Sie wieder zurückzunehmen widerspricht nun schon Ihrem beständigen Charakter Es gilt für Sie nur noch zu überlegen wie die Arbeit am besten bewältigt werden kann wie die Aufgabe Gottes am würdigsten erfüllt werden kann Und da gibt es nur den einen Weg Sie müssen einen Gatten haben nicht bloß einen Bruder das wäre ein zu schwaches Band Und auch ich brauche keine Schwester sondern eben eine Gattin Wir müssen beide bis zum Tode des einen unlösbar aneinander gefesselt sein Ich wiederhole noch einmal ich suche keine Gefährtin für meine Person ich suche sie nur für den Missionar Und ich bin bereit dem Missionar meine Kräfte zu widmen und nur die verlangt er ja nicht mich selbst Mit einem halben Opfer gibt Gott sich nicht zufrieden Es ist Gottes Armee für die ich dich werbe in die ich dich einreihe Ein halber Treueid genügt nicht O ich bin willens Gott mein Herz ganz zu geben denn Sie beanspruchen ja keinen Teil davon antwortete ich Ich kann nicht sagen ob ich diese Worte in etwas spöttischem Tone sagte Bis jest hatte ich St John gefürchtet weil er mir unverständlich blieb Er hatte mir Schrecken eingeflößt weil er mich im Zweifel über seine wahre Natur ließ jetzt aber lag sein ganzes Wesen offen vor mir Ich begriff daß dieser schöne Mann der so malerisch vor mir stand ein irrender Mensch war wie ich selbst nicht mehr Der zauberische Schleier fiel von seiner Härte und seiner Tyrannei Ich erkannte seine Unvollkommenheiten und konnte Mut fassen Ich hatte wieder das Gefühl ich stände meinesgleichen gegenüber einem Menschen dem ich Widerstand leisten könne wenn es nötig wäre Er schwieg nach meinen letzten Worten und sah mich erstaunt fast neugierig an Sein Blick schien zu fragen Spottet sie jetzt über mich Wie kommt sie dazu Und nach einer Weile fuhr er laut fort Vergessen wir doch nicht man darf nicht leichtfertig über eine so ernste Sache reden Gewiß es ist alles was ich verlange daß Sie Ihr Herz Gott weihen sollen Sie sollen ja eben Ihr Herz von allem Irdischen befreien und ganz der göttlichen Aufgabe zuwenden Ich wiederhole noch einmal vermochte