nicht zu machen Dabei betrachtete sie mich mit unverhohlenem Mißtrauen Oder für meine Handschuhe fragte ich weiter Sie meinte sie könne damit doch nichts anfangen Beschämt eilte ich von dannen Vor einem Hoftor saß ein Bauer und aß sein Abendbrot Ich blieb stehen Wollen Sie mir nicht ein Stückchen Brot abgeben fragte ich Mich hungert so sehr Er sah mich erstaunt an Er hielt mich wohl nicht für eine Bettlerin sondern für eine exzentrische Dame die mal Appetit auf Bauernbrot hatte Deshalb schnitt er ein derbes Stück ab und gab es mir Als er mich nicht mehr sehen konnte aß ich es Mein Nachtquartier suchte ich im Walde aber diese Nacht war weniger angenehm als die erste Der Boden war feucht die Luft war kalt Gegen Morgen regnete es den ganzen Tag über war schlechtes Wetter Ich suchte Arbeit wie am vergangenen Tage und fand nichts An der Tür einer Hütte sah ich ein kleines Mädchen mit einer Schüssel voll Haferbrei den sie in den Schweinetrog schütten wollte Bitte gib mir das lieber sprach ich Mutter rief die Kleine und starrte mich an hier ist ein Weib das den Brei haben will So gib ihn ihr wenn 's ne Bettlerin ist die Schweine werden auch so satt rief die Bäuerin aus dem Hause Das Mädchen schüttete das kalte Zeug in meine Hände und ich verzehrte es mit Gier Als es dunkelte schlug ich einen einsamen schmalen Reitweg ein und verfolgte ihn lange Meine Kräfte gingen zu Ende mich schauderte vor dem Gedanken auch diese kalte nasse Nacht unter freiem Himmel zubringen zu müssen Ich blickte mit von Tränen blinden Augen über die verschwommene neblige Landschaft hin Ich hatte mich weit von dem Dorfe entfernt es war meinen Blicken ganz entschwunden Hügel erhoben sich vor mir Ich suchte eine Höhle um mich darinnen zu verkriechen als ich in weiter Ferne zwischen den Höhen ein Licht erblickte Es leuchtete still und stetig herüber als wenn es mir winken wollte Kerzenschein in einem Hause dachte ich Doch ich kann es nicht mehr erreichen es ist zu weit weg Und was nützte es mir Man macht mir ja doch wieder die Tür zu Ich sank nieder wo ich stand und lag ein Weilchen still da Der Nachtwind heulte über das Land der Regen rann unablässig hernieder und durchnäßte mich bis auf die Haut Es war zu kalt und feucht und ich sprang wieder auf Das Licht war noch immer da Ich schleppte mich ihm langsam entgegen Es leitete mich durch einen Sumpf der im Winter unwegsam gewesen wäre und selbst jetzt in der gewöhnlich trocknen Zeit unsicher war Als ich über ihn hinweg war sah ich eine weiße Spur geradeswegs auf das Licht hinführen Das war ein Pfad auf dem ich ohne Gefahr weitergehen konnte So kam ich an eine Mauer fand eine Tür die nicht verschlossen war trat in einen Hof und sah ein Haus vor mir Das Licht kam aus den Scheiben eines vergitterten Fensters das nur einen Fuß hoch über dem