wir von der Kirche heimkamen ging ich in die Küche hinab wo Mary das Mittagsmahl bereitete und John die Messer reinigte und sagte — Mary ich bin diesen Morgen mit Herrn Rochester getraut worden Die Haushälterin und ihr Mann gehörten beide zu jener anständigen Klasse von Leuten denen man zu jeder Zeit in aller Sicherheit eine merkwürdige Nachricht mittheilen kann ohne Gefahr zu laufen daß sie die Ohren der Leute durch irgend einen schrillen Ausruf gellen machen und dieselben darauf durch einen Schwall von Worten die ihr Erstaunen ausdrücken sollen betäuben Mary blickte auf und sah mich starr an der Löffel womit sie ein Paar Hühner die am Feuer brieten beträufelte schwebte wohl drei Minuten untätig in der Luft und während desselben Zeitraums fand auch Johns Messer Ruhe und ward der Reinigungs-Prozeß unterbrochen Mary aber sagte als sie sich wieder über die bratenden Hühner neigte bloß folgende Worte Ist es wirklich so Miß Ei freilich ’ Nach einer Weile fuhr sie fort Ich habe Sie mit dem Herrn ausgehen sehen wußte aber nicht daß Sie in die Kirche gegangen um sich dort trauen zu lassen —‘ und dann träufelte sie wieder drauf los John aber grinste als ich mich nach ihm hin wandte von einem Ohre bis zum andern Ich sagte Mary wie es kommen würde ’ sagte er ich wußte was Herr Edward —John war ein alter Diener und hatte seinen Herrn gekannt als derselbe noch der jüngere Sohn des Hauses war und deßhalb nannte er ihn oft bei seinem Taufnamen — ich wußte was Herr Edward thun und war auch gewiß daß er nicht lange warten würde und er hat nach meinem Urtheil wohl gethan Ich wünsche Ihnen alles Glück Miß und dabei zog er an seinem Vorderhaar Ich danke Ihnen John Herr Rochester hat mir gesagt ich solle Ihnen und Mary dieß geben Bei diesen Worten drückte ich ihm eine Fünfpfundnote in die Hand und verließ ohne weiter hören zu wollen die Küche Als ich etwas später an der Thür dieses Heiligtums vorbei ging hörte ich zufällig die Worte Sie paßt besser für ihn denn irgend eine von den großen Damen.’ Und gleich darauf Ist sie auch keine von den schönsten so ist sie doch recht verständig und gutmüthig und daß sie in seinen Augen recht schön ist kann Jeder sehen.’ Ich schrieb alsbald nach Moor-House und nach Cambridge um das Geschehene mitzutheilen zu gleicher Zeit erklärte ich warum ich so gehandelt Diana und Mary billigten meinen Schritt unbedingt Diana kündigte mir an daß sie mir nur so viel Zeit lassen würde um über die Flitterwochen hinwegzukommen dann würde sie mich besuchen Sie thäte wohl besser nicht bis dahin zu warten Jane ’ sagte Herr Rochester als ich ihm ihren Brief vorgelesen ‘will sie aber dennoch warten so wird sie zu spät kommen denn unsere Flitterwochen werden so lange dauern als unser Leben nur das Grab kann denselben ein Ende machen.’ Wie St John die Nachricht ausnahm weiß ich nicht er beantwortete nie den Brief worin ich