der gebieterischen Nothwendigkeit unserer ehelichen Verbindung beharrte und ich dabei seine regelmäßigen und achtunggebietenden Züge seine majestätische aber ausdruckslose Stirn eine Augen deren strenges Feuer sich nie milderte seine hohe Gestalt und seine gebieterische Haltung beobachtete setzte sich mehr und wehr der Gedanke in mir fest das ich wohl die Begleiterin Saint-Johns aber niemals seine Gattin werden könne Ja sagte ich zu mir selbst als sein Vicar und Gehilfe will ich die Meere durchschiffen und die tödtlichen Himmelsstriche des Orients durchziehen Von Bewunderung erfüllt gegen seinen Muth seine Aufopferung und selbst gegen seinen geheimen Ehrgeiz der ihn wider sein Wissen und Willen beherrscht will ich seine treue Gefährtin seine folgsame Begleiterin sein Als solche werde ich ohne Zweifel viel leiden müssen da mein Körper und mein Geist unter einem fast unerträglichen Joche schmachten werden aber mein Herz bleibt wenigstens frei In ihm werde ich eine geheiligte Stätte finden deren Zugang ich Allen und besonders Saint-John verwehren kann ohne mein Wort zu brechen Ich werde ungestört Gefühle in demselben hegen die er zu trüben nicht die Mache und mit seinem siegreichen Fuße zu zertreten nicht das Recht haben wird Aber als seine Gattin immer an seiner Seite vor seinen Augen und unter seiner Herrschaft zu stehen jeden Gedanken unterdrücken zu müssen den er nicht mit seinem vollen Beifall sanctionirt nein dies würde ich nicht ertragen Saint-John rief ich plötzlich ihm in die Rede faltend Nun ersetzte er in eiskaltem Tone Ich wiederhole es Ihnen daß ich Sie nach Ostindien begleiten will aber nur als ihre Gehilfin Ihre Gattin kann ich nicht werden Wenn Sie dies nicht können so sind Sie Ihres Versprechens enthoben Wie könnte ein dreißigjähriger Mann ein junges Mädchen von neunzehn Jahren mit nach Indien nehmen wenn sie nicht seine rechtmäßige Gattin ist Wie könnte er in wüsten Einöden mitten unter wilden Völkerstämmen mit ihr zusammenleben ohne mit ihr verheirathet zu sein Wo denken Sie hin Jane Wie müßten Sie thun wenn ich Ihrs Schwester wäre Aber Sie sind es nicht und ich kann Sie nicht dafür ausgeben ohne mich der Gefahr auszusetzen Lügen gestraft zu werden und ohne den beleidigendsten Argwohn zu erwecken Dann ist es auch nicht genug die öffentliche Meinung zu berücksichtigen man muß auch sich selbst fürchten O entgegnete ich können wir nicht einen und den nämlichen Weg ziehen als wären wir zwei junge Priester Verzeihen Sie Jane Sie besitzen den Muth und die Einsicht eines Mannes aber Sie haben auch das Herz eines Weibes Ihr Vorschlag ist unausführbar Beruhigen Sie sich erwiderte ich ein wenig gereitzt wir würden in diesem Punkte nicht die mindeste Gefahr kaufen Ich habe allerdings ein weibliches Herz aber wicht für Sie Für Sie habe ich nur die Beständigkeit welche den Soldaten mit seinem Kameraden verbindet die brüderliche Treue mit welcher die jungen Krieger Lacedamons einander zugethan waren Für Sie empfinde ich die Achtung und Ehrerbietung des Neophyten zu Füßen des Hierophanten nichts Anderes das schwöre ich Ihnen Also fürchten Sie nichts Ja dies ist es was ich bedarf sagte