nach langem Kampfe erreichen konnte war daß Diana und Mary Rivers sich in die Hälfte des „uns“ zugefallenes Vermögens theilten Saint-John aber wollte für sich durchaus nichts annehmen Ich tröstete mich mit dem Gedanken daß seine Schwestern und er eben sowohl an dem Genusse der Hälfte Theil haben würden welche zu behalten ich gezwungen wurde da wir das Uebereinkommen getroffen hatten so lange als möglich beisammen zu bleiben Im Laufe unserer Debatten über diesen Gegenstand fragte mich Saint-John plötzlich Und was wird aus der Schule Miß Eyre wollen wir diese schließen Warum sollten wir sie schließen Ich versehe meinen Posten so lange bis Sie eine Stellvertreterin für mich gefunden haben Ein beifälliges Lächeln umspielte die Lippen meines neuen „Vetters “ welchen Titel er verabredetermaßen von nun an tragen sollte und er drückte mir die Hand mich größerer Wärme als er sonst zu thun pflegte Der gute Saint-John war zuweilen ein Freudenstörer Ich entsinne mich noch eines Streites den ich an dem Tage mit ihm hatte als eine neue Lehrerin die Direction der Schule übernahm und ich ihr in Gegenwart der versammelten sechzig Schülerinnen die Schlüssel einhändigte Es war ohngefähr zwei Monate nach der Zeit als mir die unerwartete Erbschaft zufiel Glücklich in dem Bewußtsein meine Pflichten gegen diese jungen Mädchen in reichem Maße erfüllt zu haben glücklich durch ihre liebevolle Zuneigung von der mir Einige wahrhaft rührende Beweise gaben glücklich auch darüber wie ich ganz offen gestehe daß ich endlich meine Selbstständigkeit erlangt hatte ließ ich mir einen Ausruf entschlüpfen über den mein Coadjutor fast entrüstet war so daß sein ohnehin schon ernstes Gesicht einen besorgten Ausdruck annahm Worin besteht denn die Ruhe nach der Sie Sich so außerordentlich sehnen fragte er mich woher rührt die neue Freude die ich in Ihren Augen lese und wie werden Sie die Freiheit anwenden die Gott Ihnen verleiht O fürchten Sie nichts Schlimmes lieber Vetter es ist keineswegs meine Absicht mich dem Müssiggange zu ergeben Für’s Erste müssen Sie mir Hannah abtreten Bedürfen Sie ihrer Ich brauche sie dringend nöthig um sie mit nach Marsh-End vor ihrer Ankunft von oben bis unten gewaschen und gereinigt werden soll Von oben bis unten hören Sie wohl Ich möchte fast sagen daß Sie kaum die volle Bedeutung dieser Worte verstehen wenden obgleich sie weder Sanskrit noch Pali sind Man muß sich im Fußboden der Zimmer spiegeln können es darf weder Holz noch Steinkohlen gespart werden um alle Feuchtigkeit aus dem Hause zu entfernen es muß jedes Möbel jedes Bett jeder Stuhl jeder Tisch und jeder Teppich mit mathematischer Genauigkeit gestellt worden und was die Vorräthe von Kuchen Conficturen und Gelees betrifft so verlassen Sie Sich auf die Thätigkeit Hannahs die ich durch meine genauen Anweisungen unterstützen werde Mit einem Worte ich will und diese Absicht wird hoffentlich nichts Beleidigendes für Sie haben daß Diana und Mary in Marsh-End das schöne Ideal eines angenehmen Empfangs wenn nicht das schöne Ideal einer Cousine finden Saint-John beglückte mich abermals mit einem flüchtigen Lächeln doch augenscheinlich nur ungern Dies ist