Ehrgeiz lächeln den Christen von dem Menschen zu scheiden wissen den einen im höchsten Grade achten und dem andern von ganzem Herzen vergeben Ohne Zweifel würde ich oft und schwer leiden wenn ich ihm nur in dieser Eigenschaft beigegeben wäre mein Körper würde unter einem qualvoll drückenden Joche leiden aber mein Herz meine Seele mein Ich würden frei sein Ich könnte dann noch immer zu meinem ungestörten Selbst zurückkehren ich hätte noch mein ungefesseltes Empfinden für die Augenblicke trauriger Einsamkeit Es würde in meiner Seele Zufluchtsorte geben die nur mir gehörten in welche er niemals eindringen könnte Gefühle könnten dort frisch und ungestört keimen und wachsen welche seine Strenge nicht zu versengen sein gemessener Kriegerschritt nicht zu zertreten vermöchte – aber als sein Weib stets ihm zur Seite stets unterdrückt und stets beschränkt – gezwungen das Feuer meiner Natur meines Temperaments unaufhörlich zu bewachen es zu zwingen daß es sich in meinem Innern selbst verzehre und niemals einen Schrei ausstoßen wenn auch die eingeschlossene Flamme ein Lebenswerkzeug nach dem andern verzehrte – nein das würde unerträglich sein »St John « schrie ich auf als ich in meinem Sinnen bis hierher gekommen war »Nun « fragte er eisigkalt »Ich wiederhole es noch einmal ich willige ein als Ihre Gefährtin Ihre Hilfsmissionärin mit Ihnen zu gehen – aber nicht als Ihre Gattin Ich kann Sie nicht heiraten – ich kann nicht ein Teil von Ihnen werden.« »Du mußt ein Teil von mir werden « entgegnete er entschlossen »oder der ganze Handel ist ungültig Wie könnte ich ein Mann der noch nicht dreißig Jahre alt ist ein Mädchen von neunzehn Jahren mit mir nach Indien nehmen wenn es nicht meine Gattin ist Wie könnten wir für immer beisammen sein – zuweilen in abgelegenen Einöden zuweilen unter wilden Stämmen – und nicht verheiratet « »Sehr wohl « entgegnete ich kurz »Sehr wohl unter solchen Umständen gerade so gut als ob ich Ihre wirkliche Schwester oder ein Mann und Geistlicher wäre wie Sie selbst.« »Man weiß daß du nicht meine Schwester bist ich kann dich nirgend als solche hinführen es hieße beleidigendes Mißtrauen an unser beider Fersen heften wenn ich es versuchte Und überdies – wenn du auch den starken Verstand eines Mannes hast so hast du doch das Herz eines Weibes – und – und es ginge nicht.« »Es würde gehen « versicherte ich ziemlich verächtlich »es würde ausgezeichnet gehen Ich habe das Herz einer Frau – aber nicht wenn Sie im Spiele sind für Sie hege ich nur die beständige Freundschaft eines Gefährten die Offenherzigkeit die Treue die brüderliche Empfindung eines Kriegskameraden die Achtung und die Unterwürfigkeit eines Neubekehrten für seinen Oberpriester Nichts mehr Fürchten Sie also nichts « »Das ist 's was ich brauche « sagte er mit sich selbst sprechend »das ist gerade was ich brauche Und es sind Hindernisse im Wege – sie müssen niedergehauen werden Jane du würdest es nicht bereuen wenn du mich heiratetest davon kannst du überzeugt sein Wir müssen uns heiraten Ich wiederhole es es giebt