was diese Begebenheit im Gefolge hatte der fröhliche Tumult die wortreiche Freude – verdroß ihn Ich sah ihm an wie sehr er den ruhigeren nächsten Morgen herbeiwünschte Auf dem Höhepunkt der Glückseligkeit dieses Abends ungefähr eine Stunde nach dem Thee vernahmen wir plötzlich ein Klopfen an der Thür Hannah trat mit der Nachricht ein daß ein armer Junge zu dieser ungewöhnlichen Zeit gekommen sei um Mr Rivers zu seiner kranken Mutter zu holen mit welcher es schnell zu Ende gehe »Wo wohnt sie denn Hannah « »Ganz oben in Whitcroß beinahe vier Meilen weit und den ganzen Weg nichts als Moor und Moos.« »Sag ihm daß ich komme.« »Ach Herr es wäre besser wenn Sie nicht gingen Es giebt gar keinen Weg der bei Nacht schlimmer und gefährlicher wäre es führt gar keine Fußspur durch den Schlamm Und dann ist die Nacht so kalt der schärfste Wind der je geweht hat Sie sollten doch lieber sagen lassen Herr daß Sie zeitig morgen früh kommen wollen.« Aber er war schon im Korridor und zog seinen Rock an dann ging er ohne Murren ohne Widerstreben Es war jetzt neun Uhr vor Mitternacht kehrte er nicht zurück Wohl war er hungrig und totmüde aber er sah glücklicher und zufriedener aus als vorher Er hatte eine Pflicht erfüllt eine Anstrengung überstanden er hatte seine Thatkraft und Selbstverleugnung erprobt – genug er stand mit sich selbst auf besserem Fuße Ich fürchte daß die ganze folgende Woche seine Geduld auf eine harte Probe stellte Es war die Weinachtswoche keine von uns griff zu einer bestimmten Beschäftigung sondern wir brachten die Zeit in einer gewissen fröhlichen häuslichen Sorglosigkeit hin Die Luft des Moors die Freiheit des eigenen Heims die Morgenröte des Glücks der Unabhängigkeit dies alles wirkte auf Diana und Mary wie ein belebendes Elixier sie waren heiter vom Morgen bis zum Mittag vom Mittag bis zum Abend Sie konnten immer reden und ihre witzige eigenartige markige Unterhaltung hatte so großen Reiz für mich daß ich das Vergnügen daran teilzunehmen oder ihr lauschen zu dürfen jeder anderen Beschäftigung vorzog St John verwies uns unsere Lebhaftigkeit nicht aber er entrann ihr er war nur selten im Hause seine Gemeinde war groß die Einwohnerschaft hie und da verstreut und es war seine tägliche Beschäftigung die Armen und Kranken in den verschiedenen Distrikten aufzusuchen Eines Morgens beim Frühstück fragte Diana ihn nachdem sie lange nachdenklich dreingeschaut hatte ob seine Pläne noch immer unverändert seien »Unverändert und unabänderlich « war seine Antwort Und dann benachrichtigte er uns daß seine Abreise von England jetzt bestimmt im nächsten Jahre stattfinden würde »Und Rosamond Oliver « fragte Mary Die Worte schienen ihren Lippen unwillkürlich zu entschlüpfen denn kaum hatte sie sie ausgesprochen als sie auch schon eine Bewegung machte als möchte sie sie zurücknehmen St John hatte ein Buch in der Hand – es war eine seiner ungeselligen Gewohnheiten während der Mahlzeiten zu lesen – er schlug es zu und blickte auf »Rosamond Oliver « entgegnete er »ist im Begriff sich mit Mr Granby