gelangte in einen engen Korridor und fand gleich darauf meinen Weg in die Küche Sie war voll von dem Duft frisch gebackenen Brotes und ein großes helles Feuer durchwärmte sie Hannah war mit Backen beschäftigt Es ist ja eine bekannte Sache daß es am schwersten ist Vorurteile aus solchen Herzen auszurotten deren Boden niemals durch Erziehung urbar und fruchtbar gemacht worden dort wachsen und wuchern sie fast wie das Unkraut zwischen Felsgestein Hannah war in der That anfangs kalt und steif gewesen seit kurzem hatte sie angefangen ein wenig aufzutauen und als sie mich nun sauber und anständig gekleidet eintreten sah lächelte sie sogar »Was Sie sind aufgestanden « rief sie aus »Da sind Sie also endlich besser Wenn Sie wollen dürfen Sie sich in meinen Stuhl am Herd setzen.« Sie zeigte auf den Schaukelstuhl Ich nahm ihn Sie wirtschaftete in der Küche umher und warf mir von Zeit zu Zeit einen prüfenden Seitenblick zu Indem sie einige Brote aus dem Backofen nahm wandte sie sich zu mir und sagte derb »Haben Sie schon früher gebettelt ehe Sie zu uns kamen « Einen Augenblick war ich empört aber glücklicherweise fiel es mir ein daß ich mich nicht ärgern dürfe und daß ich in ihren Augen allerdings wie eine Bettlerin erscheinen müsse daher antwortete ich ruhig aber nicht ohne eine gewisse markierte Schärfe »Sie irren sich wenn Sie meinen daß ich eine Bettlerin sei Ich bin ebensowenig eine Bettlerin wie Sie oder Ihre jungen Gebieterinnen « Nach einer Pause sagte sie wieder »Nun das verstehe ich nicht Sie haben doch kein Haus und kein Kupfer « »Daß ich kein Haus und kein Kupfer ich vermute daß Sie damit Geld meinen besitze macht mich noch immer nicht zur Bettlerin in Ihrem Sinne des Wortes.« »Sind Sie denn büchergelehrt « fragte sie gleich darauf »Ja sehr « »Aber Sie sind doch niemals in einer Pension gewesen « »Ich war acht Jahre hindurch in einer Pension.« Sie riß die Augen weit auf »Und dann können Sie sich nicht einmal selbst erhalten « »Ich habe mich selbst ernährt und hoffe es sehr bald wieder zu können Was wollen Sie denn mit diesen Stachelbeeren machen « fragte ich als sie einen Korb dieser Früchte herbeitrug »Kuchen davon backen.« »Geben Sie sie mir ich will sie auslesen.« »Nein Ich mag nicht daß Sie etwas thun.« »Aber ich muß mich doch mit irgend etwas beschäftigen Geben Sie sie nur her « Endlich willigte sie ein und brachte mir sogar ein reines Handtuch um es über mein Kleid zu breiten »damit es nicht schmutzig werde « wie sie sagte »Sie sind wohl nicht an Hausarbeit gewöhnt gewesen das sehe ich an Ihren Händen « bemerkte sie »Wahrscheinlich sind Sie Schneiderin.« »Nein Sie irren Und nun kümmern Sie sich nicht um das was ich gewesen bin zermartern Sie Ihren Kopf nicht länger über meine Angelegenheiten sondern sagen Sie mir wo ich mich eigentlich befinde wie dieses Haus heißt.« »Einige Leute nennen es Marsh-End andere nennen es Moor-House.« »Und der Herr