bildeten einen hohen Bogen über den blutunterlaufenen Augen Darf ich Ihnen sagen an was es mich erinnerte « »Das darfst du.« »An das schauerliche germanische Gespenst – an den Vampyr.« »Ah – Und was that es « »Sir endlich nahm es meinen Schleier von seinem unförmlichen Kopfe riß ihn in zwei Teile warf diese auf den Boden und trat mit beiden Füßen und voller Wut darauf.« »Und weiter « »Dann zog es die Fenstervorhänge zur Seite und blickte hinaus Vielleicht sah es daß Tagesanbruch nahe war denn es nahm die Kerze und ging an die Thür Gerade neben meinem Bette blieb die Gestalt stehen Die entzündeten Augen glotzten mich an – sie hielt mir das Licht dicht ans Gesicht und löschte es vor meinen Augen aus Ich fühlte wie ihr finsteres Gesicht dem meinen immer näher kam – – dann verlor ich das Bewußtsein zum zweitenmal in meinem Leben – nur zum zweitenmal – wurde ich vor Schrecken bewußtlos.« »Wer war bei dir als du wieder zu dir kamst « »Niemand Sir als das helle Licht des Tages Ich stand auf kühlte mein Gesicht mit frischem Wasser und that einen kühlen Trunk obgleich ich matt war fühlte ich mich doch nicht krank und so faßte ich den Entschluß von dieser Vision niemand Mitteilung zu machen Jetzt Sir sagen Sie mir wer und was jenes Weib war « »Die Ausgeburt eines überreizten Gehirns weiter nichts davon bin ich überzeugt Ich muß dich sorgsam hüten mein Schatz Nerven wie die deinen sind nicht gemacht um widrige Schicksale zu ertragen.« »Sir verlassen Sie sich darauf es war nicht die Schuld meiner Nerven es war Wirklichkeit der Übergang hat in der That stattgefunden.« »Und deine vorhergehenden Träume War das auch Wirklichkeit Ist Thornfield-Hall eine Ruine Bin ich durch unüberwindliche Hindernisse von dir getrennt Verlasse ich dich ohne eine Thräne – ohne einen Kuß – ohne ein Wort « »Noch nicht.« »Bin ich denn im Begriff es zu thun – Der Tag der uns für alle Zeiten unauflöslich aneinander ketten soll ist bereits angebrochen und wenn wir einmal verbunden sind werden diese seelischen Qualen und Schrecken nicht wiederkehren dafür stehe ich dir ein.« »Seelische Qualen und Schrecken Sir Ich wollte ich könnte glauben daß es nichts anderes wäre jetzt wünsche ich es mehr denn je da selbst Sie mir das Geheimnis dieses fürchterlichen Besuchs nicht erklären können.« »Und da ich es nicht kann ist es auch nicht Wirklichkeit gewesen Jane.« »Aber Sir als ich mir heute morgen beim Aufstehen dies alles sagte und im Zimmer umherblickte um beim Anblick jedes bekannten und lieben Gegenstandes im hellen Tageslicht wieder Mut und Trost zu schöpfen – da sah ich – vor mir auf dem Teppich – das was meine Hypothesen deutlich Lügen strafte – den Schleier welcher in zwei Hälften gerissen am Boden lag « Ich fühlte wie Mr Rochester entsetzt und schaudernd zusammenfuhr hastig umfing er mich mit beiden Armen und rief aus »Allmächtiger Gott sei bedankt daß nur dem Schleier ein Unfall zustieß als ein