's wahr Miß Ei wer hätte das gedacht Ich sah Sie mit dem Herrn ausgehen fügte sie nach einer kurzen Pause hinzu aber ich wußte nicht was es zu bedeuten hatte Ich sagte es meinem Weibe daß es so kommen würde versetzte John ich kannte Mister Eduard 's Absicht als alter Diener nannte er seinen Herrn oft bei seinen Taufnamen und wußte er würde nicht lange herumziehen Nun er hat recht gethan und ich wünsche Ihnen viel Glück und Segen Danke John Mister Rochester bat mich Euch Beiden dieses hier zu geben und ich legte eine Fünfpfundnote in seine Hand und eilte hinaus Sie wird besser für ihn taugen als irgend eine von den Vornehmen hörte ich den alten Diener sagen Wenn sie auch nicht hübsch ist so ist sie doch gutmüthig und brav und das ist besser als Schönheit Ich schrieb sofort nach dem Moorhause und nach Cambridge Diana und Mary billigten meinen Schritt vollkommen Diana meinte sie würde mich nach den Flitterwochen sofort besuchen Sie möchte am Ende zu lange warten müssen sagte Mister Rochester als er diesen Entschluß vernahm Denn unsere Flitterwochen werden wohl so lange dauern als wir leben Mit welchen Gefühlen St John die Vermählungsanzeige aufnahm weiß ich nicht Nach sechs Monaten schrieb er mir einen freundlichen Brief ohne jedoch in demselben Mister Rochester 's zu erwähnen Seitdem schreibt er mir regelmäßig hofft ich sei glücklich und gehöre nicht zu denjenigen Weltkindern die über die Dinge dieser Erde Gott und das ewige Leben vergessen Der Leser erinnert sich doch noch der kleinen Adele Ich besuchte sie in der Schule sie war entzückt mich zu sehen sah aber sehr blaß und krank aus Ich fand die Schuldisciplin jener Anstalt zu streng und nahm sie zu mir Da ich jedoch erkannte meine Zeit sei durch die Pflege meines Gatten zu sehr in Anspruch genommen that ich sie in eine andere Schule wo es nicht so streng zuging Ich besuchte sie oft ließ es ihr an nichts fehlen und nahm sie in den Ferien mit nach Hause Eine gute englische Erziehung hat die Fehler ihres französischen Temperaments ausgerottet und sie ist mir nun eine liebe Gesellschafterin die mir durch ihre Aufmerksamkeiten die wenige Güte die ich ihr erwiesen hinlänglich vergilt Meine Erzählung nähert sich ihrem Ende noch ein Wort über meine Ehe und über einige Personen die im Verlaufe derselben handelnd auftraten Ich bin nun schon zehn Jahre verheiratet und weiß was es heißt nur für dasjenige Wesen zu leben das Einem hier auf Erden das Theuerste ist Nie war wohl ein Weib so glücklich wie ich nie lebte es so angenehm denn ich bin der Gesellschaft meines Eduard noch keine Minute überdrüssig geworden ebenso wenig als er der meinigen Mister Rochester blieb nur die ersten zwei Jahre unserer Ehe blind vielleicht war es gerade der Umstand der uns so sehr aneinander fesselte denn ich war sein Auge wie ich noch jetzt seine rechte Hand bin Durch meine Augen sah er die Natur und nie wurde ich es