und bemerkte zwischen den romantischen Hügeln die ich noch vor einer Stunde betrachtet hatte ein Dörfchen und einen Kirchthurm Das Thal zu meiner Rechten bestand aus Weideland Getreidefeldern und Gehölz ein klarer Strom durchschlängelte es seiner ganzen Richtung nach Das Gerassel eines Wagens lenkte meine Aufmerksamkeit auf die Fahrstraße und ich sah einen schwerbeladenen Wagen mühsam bergan fahren nicht weit von mir weidete ein Mann seine beiden Kühe Menschliche Lebendigkeit menschliche Thätigkeit waren nahe Auch ich mußte mich abmühen für meinen Unterhalt sorgen und arbeiten gleich meinen übrigen Mitmenschen Beiläufig um zwei Uhr Nachmittags langte ich im Dorfe an Am Ende der einen Straße befand sich ein kleiner Laden mit Kuchen im Auslagekasten Ich empfand eine lebhafte Sehnsucht nach einem derselben Eine derlei Erfrischung konnte mir neue Kräfte geben denn ohne etwas zu genießen war es mir fast unmöglich weiter zu gehen Der Wunsch nach Kraft und Stärke wurde in mir mit demselben Augenblicke lebendig wo ich mich wieder unter Menschen befand Ich fühlte wie demüthigend es wäre in der Straße eines Dorfes vor Hunger umzusinken Hatte ich denn gar nichts bei mir um es gegen eine Semmel auszutauschen Ich dachte nach Wohl besaß ich ein kleines seidenes Halstuch und Handschuhe Ich hatte es nie selbst erfahren was man in solchen äußersten Fällen zu thun pflegt ich wußte nicht einmal ob man einen dieser Gegenstände annehmbar finden würde Vielleicht scheiterte mein Versuch allein ich mußte ihn wagen Ich trat in den Laden eine Frau saß darin Eine anständig gekleidete Person ihrer Meinung nach eine vornehme Dame erblickend kam sie mir ganz artig entgegen Sie frug mich was mir zu Diensten stände Ich schämte mich und konnte die vorbereitete Bitte nicht über die Zunge bringen Ich wagte es nicht ihr meine getragenen Handschuhe mein zerknittertes Halstuch anzubieten die Zumuthung eines Tauschhandels kam mir nun selbst albern vor Ich bat nur um Erlaubniß mich einen Augenblick setzen zu dürfen da ich sehr müde wäre Sich in der Erwartung eine Kundschaft an mir zu bekommen getäuscht sehend gewährte sie mir mein Ansuchen mit frostiger Miene und wies mir einen Stuhl an Ich sank darauf hin und wollte fast weinen Bald erinnerte ich mich jedoch wie unzeitig eine solche Kundgebung meiner Gefühle wäre und hielt meine Thränen zurück Dann frug ich ob es im Dorfe keine Putzmacherin oder Weißnäherin gebe Ja wohl zwei oder drei Gerade genug für den kleinen Ort Ich überlegte Ich war nun zum Aeußersten gebracht und meine Noth fürchterlich Ohne eine Hilfsquelle ohne Freunde ohne Geld mußte ich Schritte für die Erhaltung meines Lebens thun Auf welche Weise Ich mußte mir einen Dienst suchen Aber wo Ist Ihnen kein Haus in der Nachbarschaft bekannt frug ich wo man ein Dienstmädchen brauchen könnte Ich weiß keines Welches ist die Hauptbeschäftigung des Ortes Viele Leute treiben Ackerbau die anderen arbeiten in Mister Oliver 's Nadelfabrik und in der Gießerei Verwendet Mister Oliver auch Frauenzimmer Nein bloß Männer Und womit beschäftigen sich die Weiber Mit dem und jenem Arme Leute müssen sehen wie