zu beweisen sie wurde indes sofort in eine Wagenecke neben ihm verwiesen Von dort aus guckte sie zu mir herüber ihr ernster Nachbar schien ihr nicht zu behagen ihm durfte sie weder ihre Bemerkungen zu flüstern noch ihn um etwas befragen Lassen Sie sie zu mir bat ich sie wird Sie vielleicht belästigen es ist ja Raum genug an meiner Seite Er reichte sie mir herüber wie einen Schoßhund Ich werde sie doch in eine Schule schicken sagte er indes lächelte er bei diesen Worten Adela erkundigte sich ob sie sans Mademoiselle dahin müsse Freilich versetzte er jedenfalls ohne Mademoiselle denn ich nehme Mademoiselle mit zum Monde hinauf Dort suche ich mir eine Höhle in einem der weißen Thäler zwischen den feuer speienden Bergen aus wo Mademoiselle mit mir und nur mit mir allein leben wird Sie wird ja nichts zu essen haben und Hungers sterben bemerkte Adele Ich werde für sie Tag und Nacht Manna sammeln die Ebenen und Bergabhänge sind dort ganz beschneit mit Manna Sie wird sich wärmen wollen wie wird sie Feuer machen Das Feuer kommt im Monde aus den Bergen heraus wenn ihr kalt ist trage ich sie auf den Gipfel hinauf und lege sie dort am Rande eines Kraters nieder O wie schlecht wie unbequem Und wenn ihre Kleider zerreißen woher wird sie sich neue verschaffen Mister Rochester spielte den Verlegenen Hm sagte er Was würdest Du thun Adela Zerbrich Dir den Kopf vielleicht findest Du einen Ausweg Wie würde sich eine weiße und eine feuerfarbene Wolke als Kleiderstoff ausnehmen Aus einem Regenbogen ließe sich wohl eine ganz hübsche Schärpe schneiden Sie befindet sich besser wo sie jetzt ist beschloß Adela nach einigem Nachdenken übrigens würde sie sich langweilen wenn sie nur mit Ihnen allein im Monde leben sollte Wenn ich Mademoiselle wäre ich willigte nie darein mit Ihnen zu gehen Sie hat bereits eingewilligt und ihr Wort verpfändet Aber Sie können sie nicht hinaufschaffen Es führt doch keine Straße zum Monde und weder Mademoiselle noch Sie können fliegen Sieh Dir jenes Feld an Adela Wir befanden uns nun außerhalb Thornfield und rollten auf der Straße nach Millcote dahin Der Regen der vergangenen Nacht hatte den Staub gelöscht und die Hecken und die Bäume grünten auf beiden Seiten um so frischer In jenem Felde ging ich vor vierzehn Tagen spät Abends spazieren es war an jenem Tage wo Du mir im Obstgarten das Heu zusammenrechen halfst Die Bewegung hatte mich müde gemacht und ich setzte mich auf jenem Wege nieder um ein Weilchen auszuruhen Dann nahm ich mein Taschenbuch und meinen Bleistift heraus und begann einige Zeilen über einen Unfall niederzuschreiben der mich vor einiger Zeit betroffen Der Wunsch nach künftigen glücklichen Tagen wurde in mir rege und ich schrieb rasch nacheinander fort wiewohl es schon stark dunkelte Da hörte ich etwas den Pfad heraufkommen und zwei Schritte von mir blieb eine Gestalt stehen ich sah sie an Es war ein kleines Geschöpf mit einem Schleier von Sommerfäden auf dem Kopfe Ich winkte ihr