Ende nichts weiter als Ergebnisse des sympathischen Zusammenhanges der Natur mit dem Menschen Als ich noch ein kleines Mädchen von etwa sechs Jahren war hörte ich eines Abends Bessie Leaven zu Martha Abbot sagen es habe ihr von einem kleinen Kinde geträumt und es sei dies eine sichere Vorbedeutung von einem kommenden Unglücksfalle in ihrer Familie Diese Rede wäre meinem Gedächtnisse entfallen hätte sich nicht unmittelbar darauf ein Umstand ereignet der mir dieselbe für alle Zeiten unvergeßlich machte Tags darauf wurde nämlich Bessie zum Todtenbette ihrer kleinen Schwester berufen Besonders in der letzten Zeit erinnerte ich mich dieses Zufalles sehr häufig denn eine ganze Woche hindurch verging keine Nacht wo mir nicht ein kleines Kind im Traume erschienen wäre das ich entweder im Arme trug oder auf meinen Knien schaukelte oder auf einem Grasplatze mit Maiblümchen spielen oder endlich sein Händchen in fließendes Wasser halten sah Die eine Nacht weinte das Kind die nächste lachte es heute klammerte es sich an mich an morgen riß es vor mir aus allein ob in dieser oder jener Stimmung ob jetzt so ein anderesmal anders aussehend die Erscheinung kam mir regelmäßig in sieben aufeinander folgenden Nächten gerade in dem Augenblicke wo ich in das Land der Träume hinübergeschlummert war Diese Wiederholung einer und derselben Idee diese sonderbare Wiedererscheinung eines und desselben Traumbildes war mir unheimlich Ich fürchtete mich ordentlich wenn es Schlafenszeit wurde und die Stunde der Vision herannahte Auch in jener mondhellen Nacht wo mich der fürchterliche Schrei weckte hatte ich dasselbe Traumgesicht gehabt und am darauffolgenden Nachmittage wurde ich zu Mister Fairfax hinuntergerufen wo mich jemand erwartete Ich fand einen Mann im Anzuge eines Herrendieners der Trauer trug und auch um den Hut den er in der Hand hielt ein breites schwarzes Florband gewickelt hatte Sie werden sich meiner wohl kaum mehr entsinnen Miß sagte er sich vom Stuhle erhebend mein Name ist Leaven ich war Kutscher bei Mistreß Reed als Sie vor etwa acht bis neun Jahren in Gatesheadhall lebten wo ich auch noch jetzt in Diensten stehe Ei Robert wie geht 's Ich erinnere mich Eurer sehr wohl Ihr ließet mich zuweilen auf Miß Georginen 's Ponny herumreiten Was macht Bessie Sie ist ja Eure Frau Wohl Miß Meine Frau ist wohl auf Ihnen aufzuwarten und vor zwei Monaten beschenkte sie mich wieder mit einem Kindlein wir haben nun in allem drei Stück und Mutter und Kind sind frisch und munter Und wie geht es der Familie Reed Robert Es thut mir leid Ihnen hierüber nicht viel Tröstliches berichten zu können Es sieht jetzt im Herrenhause traurig aus sie sind Alle in der größten Bestürzung Es ist doch Niemand gestorben sagte ich Robert's schwarzen Anzug betrachtend Auch er blickte auf seinen beflorten Hut und erwiderte Der junge Herr John verschied gestern vor acht Tagen in seiner Wohnung in London John Wohl Und was sagt seine Mutter dazu Je nun sehen Sie Miß Eyre es ist eine ganz außerordentliche Geschichte Er führte ein wildes Leben und besonders in den letzten