er mit einemmale auf diesem weißen Blatt erblickte das konnte ich mir unmöglich denken allein irgend etwas mußte ihm aufgefallen sein Denn er hob es rasch empor besah sich den Rand und warf mir einen ganz eigenthümlichen unbegreiflichen Blick zu einen Blick der meine Inze Gestalt mein Gesicht meine Kleidung schnell wie der Blitz zu mustern schien Seine Lippen öffneten sich wie zum Sprechen aber er unterdrückte die Worte die eben hervorbrechen wolten Was ist 's frug ich ihn Ganz und gar nichts gab er zur Antwort und ich sah wie er beim Niederlegen des Papieres sehr geschickt ein kleines Stückchen vom Rande abriß und in seinen Handschuh gleiten ließ Mit einem hastigen Kopfnicken und einem raschgesprochenen Guten Abend verließ er mich Wahrlich das geht doch über alle Begriffe rief ich aus und sah nun meinerseits das Papier ganz genau von allen Seiten an Aber außer einigen Farbenklecksen und Pinselstrichen konnte ich nichts entdecken und nachdem ich mir durch einige Minuten über das Geheimniß den Kopf zerbrochen ohne dahinter kommen zu können ließ ich die ganze Sache fallen und verlor sie auch bald aus dem Gedächtniß VII Nach Mister St John 's Entfernung begann es zu schneien und das Gestöber hielt die ganze Nacht an Auch der nächste Tag brachte einen bedeutenden Schneefall und gegen Abend war das Thal ganz verschneit und beinahe unwegsam Ich hatte meinen Fensterladen geschlossen eine Matte vor die Thür gelegt um das Hereindringen des Schnees zwischen derselben und der Schwelle zu verhindern zündete dann ein gutes Feuer und eine Kerze an und nachdem ich eine Stunde lang dem tosenden Sturme zugehört nahm ich Marmion hervor und fing an zu lesen und vergaß alsbald über der Musik der Verse das Heulen des Windes Ich hörte ein Geräusch und dachte der Luftzug hätte an der Thür gerüttelt Doch nein es war St John Rivers der in pechfinsterer Nacht im schrecklichsten Unwetter zu mir kam eine dichte Eiskruste deckte seinen Mantel Ich war ganz bestürzt so wenig hatte ich in diesem bösen Wetter das Eintreten eines Besuchers erwartet Schlimme Nachrichten frug ich Ist ein Unglück geschehen Nein Wie leicht Sie in Furcht zu setzen sind antwortete er seinen Mantel ablegend und an die Thür hängend und sich den Schnee von den Stiefeln streifend Ich beflecke die Reinheit Ihres Fußbodens sagte er aber Sie müssen mir für diesmal verzeihen Dann näherte er sich dem Feuer Es war eine harte Arbeit bis zu Ihnen zu gelangen In eine der Gruben fiel ich bis zum Gürtel glücklicherweise ist der Schnee noch ganz locker Aber warum sind Sie gekommen konnte ich mich nicht enthalten zu fragen Eine sehr ungastliche Frage doch da Sie mir dieselbe nun einmal stellen so muß ich Ihnen wohl auch antworten bloß um ein wenig mit Ihnen zu plaudern da ich meiner Bücher und meiner einsamen Stube für heute schon überdrüssig bin Uebrigens empfinde ich seit gestern die Aufregung einer Person der man eine Geschichte halb enzählte und die nun begierig ist die Fortsetzung zu erfahren Er setzte