, geschrieben, gedruckt! - Ich
wünsche sehr, dass Du mir alles schreibst, wie es gegangen, besonders ob sich
Schwab erfreute.
                       Am Geburtstage einer Freundin von
                         Klemens Brentano, den 19. März
Durch grüne Auen wollt ich mit dir schweifen,
Wärst du des süßen Maien frohes Kind,
Und wollte sinnreich nach den Blumen greifen,
Zu flechten dir ein zärtliches Gewind,
Wir Blüten werden all in Liebe reifen,
So spräch der Kranz, weil wir dir ähnlich sind.
Doch keine Blume ist vor dir entsprungen,
Der ungeteilten Kraft bist du gelungen.
In leisem Schlummer träumend sinnt die Erde,
Wie sie die junge Zeit erfreuen soll,
Da sieht sie sich, in züchtiger Gebärde
Stehst du vor ihr so sinnend, liebevoll,
Und jungfräulich begrüßte dich ihr Werde,
Der keine Blume noch am Busen schwoll.
Doch bald die Einsamkeit dir zu versüßen,
Lässt als Gespielen sie dich Veilchen grüßen.
So fehlen Blumen, Blume dich zu kränzen,
Die selbst des Jahres frühste Blume blüht,
Doch in des Lebens Garten ohne Grenzen,
In dem der Frühling ewig kehrt und flieht,
Seh eine edle Blume fern ich glänzen,
Die bis zum Namen selbst dir ähnlich sieht,
Das Herrliche kehrt ewig zu dem Leben,
Und jeder Sommer muss uns Lilien geben.
Dich Römerin, Vestale seh ich wieder,
Dich Klaudia, die treu den Vater ehrt,
Keusch hüllt ein reiner Schleier dir die Glieder,
Die aller Liebe reine Flamme nährt.
Es priesen uns noch keines Sängers Lieder
Den hohen Sinn, den uns dein Leben lehrt,
Bescheidne, zürne nicht, lass es gelingen,
Die Römerin will der Barbare singen.
Da Klaudius, der Feldherr, siegreich kehrte,
Will er, als Sieger soll ihn Roma sehen,
Der in der eignen Tat den Römer ehrte,
Will im Triumphe auch die Tat erhöhn,
Doch ein Tribun, der tiefen Hass ihm nährte,
Will, ungepriesen soll sein Werk vergehen:
Es lässt der Mächtige dem Sieger sagen,
Du sollst durch Rom nicht deine Lorbeern tragen.
Doch achtet, trotzend auf des Sieges Flügel,
Der Feldherr nicht des Richters ernsten Stab,
Im Heeresprunk grüßt er die sieben Hügel
Von seines Wagens goldner Höh herab,
Und tausendfach in heller Waffen Spiegel
Grünt ihm der Lorbeer, den der Sieg ihm gab,
Es lenket durch des Volkes laute Mitte
Der Zug zum Kapitole hin die Schritte.
Da öffnet zweien sich das Volksgedränge,
Erzürnt tritt der Tribun zum Sieger hin,
Ihn, dem er untersagt des Siegs Gepränge,
Will er gewaltsam von dem Wagen ziehen:
Auch Klaudia dringt durch der Bürger Menge
Zu ihrem Vater und umfasset ihn.
Besiegt muss der Tribun zum Volke kehren,
Den sie berührte, muss er zürnend ehren.
Die Jungfrau
