 auf Erden
Und ich hör nur sein Gestöhn,
Rings die Wärme seh ich zittern
Und die Ferne hell gewittern.
DIE FÜRSTIN in der Ferne.
Wär am Himmel sichre Helle,
Himmelglatt der Erde Rand,
Aber an des Himmels Schwelle
Ist gezähntes Felsenland.
Und der Regen tritt entgegen,
Will sich zwischen uns noch legen:
Himmels Fensterscheiben brechen,
Und die Laden donnern an,
Da ich wollt vertraulich sprechen,
Uns die Sonne ganz zerrann:
Ach ich meine im Zerstören
Warnend einen Geist zu hören.
HYLAS.
Klimm mit mir zu jenen Höhen,
Und ich sag von Liebe dir!
Ach wie ist mir nun geschehen,
Nun das Meer tief unter mir,
Hör die Steinlein drinnen schallen,
Die von meinen Tritten fallen.
O so fallen leicht vom Herzen
Meine Wort ins Freudenmeer,
Und es scheinen meine Schmerzen,
Wie die Worte mir so leer:
Halt mich fest und lieb mich wieder,
Sieh, ich stürze sonst hernieder.
DIE FÜRSTIN.
Hier lass uns weilen auf dem Rasensitze,
Denn schöneren Blick gewährt wohl nie die Welt;
Wie schwingt sich alles auf in Lust und Klang,
Nur du bist stumm, mein süßer, süßer Freund.
HYLAS.
Ich sehe in ein tiefes grünes Wasser,
In tiefe blaue Luft, in blendend Feuer
Und bin ich nicht ein Stein, muss ich vergehen.
Sieh doch, jetzt ist die Luft schon wieder blau,
Ich bin noch finster wie sie eben schien,
Auch bricht die Nacht bald über uns herein.
FÜRSTIN.
So sprichst du immer anders, als erwartet
Warum kannst du nicht artig schwatzen, so wie ich;
Was in die Hand mir fällt, wird mir zum Spiel,
In jedem Blatt schenk ich dir neu ein Herz,
In jeden Stengel schling ich Liebesknoten,
Ich bring ihn dir, du schweigst und lässt ihn fallen.
HYLAS.
Du gibst zu viel, und sollt ich's all bewahren,
Ach ich erläge unter Dankes Last;
Hab ich's dir nicht gesagt, als wir zum ersten Male
Vertraulichkeit mit unsern Lippen tauschten:
Sind meine Augen dir nicht klar wie Glas,
Ins Innere des Herzens mir zu lesen,
Durch meine Zunge lässt es sich nicht aus,
Und nur wie Funken aus dem Stein geschlagen
Entwickelt sich ein kurzer Schein, wer den
Nicht fängt, in Flammen höher auf zu lodern,
Der kennt ihn nicht, dem bin ich tot,
Und wie in einem Sarg in mir verschlossen.
FÜRSTIN.
Verkenne nicht mein sorgliches Nachfragen,
Die Lieb spricht gern ein überflüssig Wort,
Damit sie nicht, was irgend not, versäume, -
Nicht ich bedarf der steten Rede Spiel,
Es sagt mir dein lieber Blick so viel,
Wenn meine Hand dir Stirn und Wang berühret,
