s zu fressen scheinen,
Sie sich recht geküsset hatten;
Liebet ihr euch im Ehestand,
Nehmet mich auf in dem sel'gen Land.
»Mit den Kaninchen sind wir gemeint«, sagte die Gräfin.
Freundlich mich die beiden laden,
Doch sie beide mein vergessen,
Und was könnt ich ihnen schaden,
Wäre ich auch zu vermessen;
Gnädig sind wohl die Grafen hier,
Aber die Liebe ward nicht mir.
Seht, der Wind kommt wie verschlafen,
Der der Erde Teppich kehrt,
Will den Staub zusammen raffen
Und sich gar an mich nicht kehrt;
Höflich ist nicht die Dienerei,
Wenn's das Paradies auch sei.
»Da bekommen deine Mägde auch ihr Teil«, sagte der Graf.
Von dem höchsten Apfelbaume
Schüttelt Wind die Früchte alle,
Weckt ein Kindlein aus dem Traume
Mit der harten Früchte Falle;
Wärest du mein, die Streiferei,
Wäre voll Geschrei dabei.
»Da hat Traugott wieder im Grase gelegen«, sagte der Graf.
Dieses Kind, das sollt ich kennen,
Auch der Bäume Schattenrisse,
Doch die Regenstreifen rennen,
Herz und Himmel sind zerrissen,
Traurig wird meine Streiferei,
Wo das Paradies wohl sei.
Kindlein, bist du hier alleine?
»Ganz alleine mutterselig!«
Und was willst du damit meinen;
Ist die schöne Mutter selig?
Seit die Menschen sind verstört,
Ist das Paradies betört.
Eine Ziege kommt gesprungen,
Aus dem Euter Milch verlieret,
Ist vom Blumenkranz umschlungen
Und sie frisst ihn, der sie zieret:
Traurig ist meine Streiferei,
Wo das Paradies wohl sei.
»Die Ziege hast du ihm teuer genug bezahlt«, sagte die Gräfin.
Diese Wiesen, diese Gänge
Wandelt ich in Liebchens Schatten,
Durch des Morgens schöne Klänge
In dem zärtlichen Ermatten,
Und wie ist es mir bewährt,
Auch das war der Müh nicht wert.
Langeweile gähnt in Blumen,
Nichts zum Trinken, nichts zum Schmause,
Von dem Zeichnen Semmelkrumen
In dem bunten Frühlingshause;
Ach und ich weiß es nun aufs Haar,
Wo das Paradies einst war.
Offen stehen die Paradiese,
Und ich stehe drin verlassen,
Ewigkeit, die sie verhiessen,
Würd ich ohne Kunst doch hassen,
Ach und ich fühl es nun bewährt,
Dieses war der Müh nicht wert.
Wie mit geflügelten Heuschrecken ziehend
Über die dürr zerfressenen Halme,
Zieh ich mit dem Heere glühend,
Dass ich die Wurzeln des Grüns zermalme,
Such ich in ew'ger Streiferei,
Wo das Ende der Welt wohl sei.
»Sollte man nicht glauben, er wär in der größten Verzweifelung über den Verlust
seiner Frau, und hätte sich deswegen zur Armee begeben; wenn wir nicht alles
ganz anders wüssten, wir müssten dran glauben«, sagte der
