 noch einiges Mitgefühl in schweren
Träumen, wenn mich das Alp drückt; aber ich stoße erwachend nicht an eine
tönende Guitarre, wider den Boden des trägen Bettes stößt mein Fuß, meine Hände
klimpern nicht auf den Saiten, sie spielen auf der Bettdecke hin, und Haber
sieht die alte Wärterin bedächtlich an, weil dieses kein gutes Zeichen sein
soll.
    Wo Godwi den süßen Schrecken hatte, und seine Finger über den zitternden
warmen Busen hingleiteten, macht man mir schwerfällige Umschläge auf die Brust -
wenn ich aus dem Bett spränge, würde ich nicht volle Weinflaschen mit dem
freundlichen Tischchen umwerfen, leere Arzneigläser auf dem traurigen
Nachttische würde mein schwankender Tritt erschüttern.
    O! öffnet mir die Vorhänge, öffnet mir die Fenster, dass ich die grünen Bäume
sehe, die kühle Luft hereinwehe, dass mein Auge sich an dem hohen Himmel ergötze.
- Aber mir wird nicht besser, die Krankheit zieht mich mit kalten Armen auf die
Kissen nieder.
                            Die lustigen Musikanten
Da sind wir Musikanten wieder,
Die nächtlich durch die Straßen ziehen,
Von unsren Pfeifen lustge Lieder
Wie Blitze durch das Dunkel fliehn. -
Es brauset und sauset
Das Tambourin,
Es prasseln und rasseln
Die Schellen drin;
Die Becken hell flimmern
Von tönenden Schimmern,
Um Kling und um Klang,
Um Sing und um Sang
Schweifen die Pfeifen, und greifen
Ans Herz,
Mit Freud und mit Schmerz.
Die Fenster gerne sich erhellen,
Und brennend fällt uns mancher Preis,
Wenn wir uns still zusammenstellen
Zum frohen Werke in den Kreis.
Es brauset und sauset
Das Tambourin,
Es prasseln und rasseln
Die Schellen drin;
Die Becken hell flimmern
Von tönenden Schimmern,
Um Kling und um Klang,
Um Sing und um Sang
Schweifen die Pfeifen, und greifen
Ans Herz,
Mit Freud und mit Schmerz.
An unsern herzlich frohen Weisen
Hat nimmer Alt und Jung genug,
Wir wissen alle hinzureissen
In unsrer Töne Zauberzug.
Es brauset und sauset
Das Tambourin,
Es rasseln und prasseln
Die Schellen drin;
Die Becken hell flimmern
Von tönenden Schimmern,
Um Kling und um Klang,
Um Sing und um Sang
Schweifen die Pfeifen, und greifen
Ans Herz,
Mit Freud und mit Schmerz.
Schlug zwölfmal schon des Turmes Hammer,
So stehen wir vor Liebchens Haus,
Aus ihrem Bettchen in der Kammer
Schleicht sie, und lauscht zum Fenster raus.
Es brauset und sauset
Das Tambourin,
Es rasseln und prasseln
Die Schellen drin;
Die Becken hell flimmern
Von tönenden Schimmern,
Um Kling und um Klang,
Um Sing und um Sang
Schweifen die Pfeifen, und greifen
Ans Herz,
Mit Freud und mit Schmerz.
Wenn in des goldnen Bettes Kissen,
Sich küssen Bräutigam und Braut
Und glaubens ganz allein zu wissen,
Macht bald es unser Singen laut.
