 Stern' und der Mond.
Dann sammeln wir Blumen,
Dann suchen wir Kräuter,
Von uns nur gekannt,
Und kehren zum Schutze
Der glücklichsten Menschen
Vom Wandern zurück.
                                  Der Dichter
Schützende Genien, wenn ihr zu ihr flieget
Und die Schönste mit neuer Schönheit schmücket,
O so hört noch, hört die fromme Bitte:
Nehmet die Seufzer, nehmt die schönsten Tränen,
Tragt das treueste Herz als Gabe zu ihr,
Dann ach! wird sie meiner gewiss gedenken! -
Diese Verse sind schlecht und die ganze Idee ist gesucht, aber ich schrieb es
damals mit der wärmsten Empfindung nieder; meine Spannung erlaubte mir es nicht,
mich in die Schranken einer natürlichen und einfachen Empfindung zu halten.
Jedes Wort dieses Gedichts bringt mir tausend süße und schmerzliche Erinnerungen
zurück, die Vergangenheit zieht mir schadenfroh durch das Herz, noch schöner
vielleicht, als sie damals war. -
Seid mir gegrüßt, ihr frohen goldnen Jahre,
Sosehr ihr auch mein Herz mit Wehmut füllt!
Ach! damals! damals! - immer strebt mein Geist zurück
In jenes schöne Land, das einst die Heimat war.
Das goldne, tiefgesenkte Abendrot,
Des Mondes zarter Schimmer, der Gesang
Der Nachtigallen, jede Schönheit gab
Mir freundlich stillen Gruß, es labte sich
Mein Geist an allen wechselnden Gestalten
Und sah im Spiegel frischer Phantasie
Die Schönheit schöner: Willig fand die Anmut
Zum Ungeheuren sich, und alles band sich stets
In reine Harmonie zusammen. - Doch
Entschwunden ist die Zeit, das ehrne Alter
Des Mannes trat in alle seine Rechte.
Mich kennt kein zartes, kindliches Gefühl,
Zerrissen alle Harmonie, das Chaos
Verwirrter Zweifel streckt sich vor mir aus.
Von jäher Felsenspitze schau ich schwindelnd
In schwarze, wüste, wildzerrissne Klüfte.
Ein wilder Reigen dreht sich grässlich unten,
Ein freches Hohngelächter schallt herauf,
Und bleiche Fackeln zittern hin und her.
Dämonen, fürchterliche Larven feiern
Mit raschem Schwung ein nächtlich Lustgelage.
Wer ist der schwarze Riese unter ihnen? -
Er nennt sich Tod und streckt den bleichen Arm
Nach mir herauf! - Hinweg du Grässlicher! -
Was rührt sich in den Bäumen? - Ist's mein Vater?
Er will zu mir! er kommt mit Rosalinen
Und langsam geht Pietro hinter ihm,
Auch Willys Kopf streckt sich aus feuchtem Grabe! -
Hinweg! - ich kenn euch nicht! - zur Höll hinab!! -
Doch laut und immer lauter rauscht die Waldung,
Es braust das Meer und schilt mit allen Wogen -
Und in mir klopft ein ängstlich feiges Herz. -
Ihr alle richtet mich? verdammt mich alle? -
Du selbst bist gegen dich? - O Tor, lass ja
Den Geist in dir, den frechen Dämon nie
Gebändigt werden! Lass das Schicksal
