 Ulisse) (oh Numi!)
E crudeltà. Si, ma la gloria esige - -
No, l'amor mio non soffre - oh gloria! oh amore!«
    In Dein Verlangen einzuwilligen (zur Deidamia) (o Himmel!) ist Schwachheit;
    Dir zu folgen (zum Ulysses) (o Götter!) ist Grausamkeit. Ja, aber der Ruhm
    erfordert - - Nein, meine Liebe duldet nicht - - - O Ruhm! O Liebe!
Die Musik dazu war reiner Seelenklang, abwechselnd nach den gewaltigen
Bewegungen im Herzen.
    »Deidamia sinkt in Ohnmacht. Ulysses kann ihn nicht mehr losreißen.
Eh! tu pretendi
Prove di crudeltà, non di valore.
Scostati, Ulisse!«
    Ha! Du verlangst Proben von Grausamkeit, nicht von Mut. Ulysses, weg von
    meiner Seite!
»Dieser muss nun Gewalt brauchen. Er geht, und entdeckt die ganze Geschichte dem
Vater.«
    »Deidamia kommt wieder zu sich. Nearch sagt ihr dessen Vorhaben; sie ruft:
Misera! oh Dei
Che fia di me! Se m' abbandoni, Achille,
A chi ricorrerò?
Achille. Ch'io t'abbandoni
In periglio si grande! ah no: sarebbe
Fra le imprese d'Achille
La prima una viltà. Vivi sicura;
Lascia pur di tua sorte a me la cura.
Tornate sereni
Begli astri d'amore!
La speme baleni
Fra il vostro dolore;
Se mesti girate,
Mi fate morir.
Oh Dio! lo sapete,
Voi soli al mio core
Voi date e togliete
La forza e l' ardir.«
        Ich Unglückliche! o ihr Götter, was soll aus mir werden! Wenn mich
        Achilles verlässt, zu wem soll ich meine Zuflucht nehmen?
    Achilles. Ich Dich in so großer Gefahr verlassen! Ha nein! unter den Taten
        des Achilles würde die erste eine Niederträchtigkeit sein. Sei sicher!
        und überlass mir die Sorge für Dein Schicksal.
        Werdet wieder heiter schöne Gestirne der Liebe! Die Hoffnung blitze unter
        eurem Schmerz. Wenn ihr traurig blickt, so tötet ihr mich.
        O Gott! Ihr wisst es, ihr allein gebt meinem Herzen Stärke und Kühnheit,
        und nehmt sie ihm wieder.
Die Melodie zu dieser Arie, aus dem E dur, von Hoboen, Fagotten und Hörnern
begleitet, war ganz aus Lockmanns Herzen, Engelsgesang, und konnte neben den
schönsten von Majo stehen. Er selbst sang sie mit so zerschmelzender
Zärtlichkeit, dass Hildegard ihre Gefühle dabei nicht mehr unterdrücken konnte.
Ihr Busen wallte auf und nieder; sie musste mehr als einmal tiefen Atem
schöpfen. Die Tränen glänzten im himmlischen Licht ihrer Augen, und die Mutter
selbst ward tief gerührt. Sie sagte: »Solche Musik,
