 Was im
Süden bei Euch geht, muss doch auch im Norden gehen.«
    »Geht aber doch nicht!« sagte Lesabéndio, »die Spinngewebewolke oben muss
wohl einen großen Druck ausüben. Wir kommen oben nicht sehr weit - kaum eine
Meile. Mit dem Seile ist es schon versucht worden.«
    »Ja!« versetzte der Nax, »da müsst Ihr schon den Turm bauen. Schade, dass Euch
die Quikkoïaner nicht helfen können. Aber wir sind doch zu klein.«
    Währenddem hatte der Dex schon oben die Stellen untersucht, an denen die
Türme gebaut werden sollten.
    Die festliche Stimmung war sehr bald verwischt. Eine rücksichtslose,
tatgierige Hast packte die meisten Pallasianer - besonders die jüngsten.
    Biba sah diese Hast und sagte zu Lesabéndio:
    »Mir ist diese Heftigkeit der Pallasianer garnicht angenehm. Wir stehen vor
sehr langwierigen Arbeiten und sollten daher etwas weniger beweglich vorgehen.
Wer Großes erreichen will, muss zunächst bemüht sein, geduldig zu werden. Man muss
es lernen, auch das Peinliche zu ertragen. Mein Fuß heilt nur ganz langsam. Und
ich fürchte, dass bei den großen Turmbauten Verletzungen unsrer Gliedmaßen öfters
vorkommen könnten. Damit müssen wir rechnen. Und darum sollten wir den Labu
zunächst veranlassen, mehr von den berühmten Alten Salben herzustellen. Die kann
er denn in hübsch glasierten Kruken auf dem Rande des Nordtrichters aufstellen,
damit die Salben immer gleich zur Hand sind, wenn mal was passiert.«
    Und nun fuhren die Beiden zum Labu und setzten ihm das auseinander; Biba saß
auf Lesabéndios Rücken während dieser Fahrt.
    Labu war natürlich gleich bereit, das Gewünschte herzustellen. Doch er
brauchte dazu drei Tage und drei Nächte hindurch die Mitarbeit von
hunderttausend Pallasianern; die Salben herzustellen, machte sehr viel Mühe.
    Dex war währenddem mit der Untersuchung des Nordtrichterrandes fertig und
erklärte feierlich in einer großen Volkssitzung im Modellturm der Mitte, dass
überall oben genügende Mengen von Kaddimohnstahl vorhanden seien; die
Magnetsteine ließ sogar die Anzahl der Stahlstangen erkennen.
    »Nun bin ich aber der Meinung«, fuhr Dex fort, »dass wir Nuses ersten graden
Turm sehr wohl mitbenutzen könnten. Wollen wir das aber, so sind wir wohl
genötigt, noch drei andre grade Türme zu errichten, damit das erste Stockwerk
des großen Turms ein regelmässiges wird. Wir bauen die graden Türme wohl am
besten an den Ecken eines Quadrats, dessen Seiten nicht viel mehr als zehn
Meilen lang werden dürften. Zwischen den graden Türmen denke ich mir dann je
zehn schiefe, sodass wir das ganze Gerüst auf vierundvierzig Grundtürmen
errichten.«
    Dieser Vorschlag wurde nach längeren Reden angenommen. Peka sagte aber zum
Schluss:
    »Das Wort Gerüst ist gefallen. Das scheint mir sehr bezeichnend zu sein. Ich
glaube, dass
