 tue, beginne und plane, unweigerlich kommt
dabei das Gegenteil heraus. Das kann doch nicht nur Zufall sein. Unternehme ich
etwas ungemein Nützliches und Wohlüberlegtes, so gibt es sicher den größten
Unsinn. Tue ich aber gänzlich unzweckmässige und unüberlegte Dinge, dann kommt
etwas Vernünftiges zustande. Kurz, ich ernte nie, was ich gesäet habe, sondern
jedesmal ewas ganz Überraschendes.
    Und die Moral: wem das Los so fällt wie mir, nämlich umgekehrt, der suche
eben umgekehrt zu leben, immer von vornherein das Umgekehrte zu tun - dann muss
es sich wieder ausgleichen.
    Seit diese Erleuchtung über mich gekommen ist, bin ich sehr zufrieden. Ich
begreife, dass in der Erkenntnis wirkliches Glück liegen kann. Alle weitere
Gedankenarbeit überlasse ich Ihnen, es war schon eine bedeutende Leistung, Ihnen
das alles so wohlgeordnet vorzutragen.
    Und die praktische Anwendung - mein lieber, guter Freund? Wie Sie mir
schreiben: es wäre sicher das beste, wenn ich jetzt zurückkäme, dorthin, wo ein
getreues Herz für mich schlägt, und wenn ich nur wollte, auch eine sogenannte
Existenz bereit wäre. Von diesem Herzen und dieser Existenz habe ich Ihnen ja in
den Tagen der Regenstadt schon Näheres erzählt und...
    Aber nein - ich werde von jetzt an nie mehr das tun, was sicher das Beste
wäre und das Gescheiteste. Bobbys Insel ist gewiss das Dümmste, was ich tun kann
- und ich wähle Bobbys Insel.
    Sobald wir sie gefunden haben, schreibe ich Ihnen - wir wissen ja selbst
noch nicht, wo sie liegt - und deshalb sage ich Ihnen heute mit einer gewissen
Feierlichkeit Lebewohl und - a tantot...
 
    
