 ein unabhängiges für uns gar nicht vorstellbar. Die Welt ist viel
komplizierter und interessanter. Man müsste die unendliche Folge der
Erscheinungswelten in allen schaffenden Existenzen als empfindbar und wirksam
hinstellen; die unendlichen Reihen, die die verschiedenen Erscheinungswelten
darstellen, müssen doch im schaffenden Geiste sehr bald als unendliche Reihen
bewusst werden. Wenn sie das nicht werden, hat man kein Recht, von Weltschöpfern
zu reden, da es doch, wie wir wohl wissen, auch schaffende Geister gibt, die da
schaffen, ohne zu wissen, wohin ihr Schaffen führt; solche Schöpfer stehen aber
nicht auf einer hohen Stufe - auch die Intelligenz der Schöpfer ist nur in einer
unendlichen Reihe für uns zu versinnlichen.«
    »Es lässt sich,« bemerkte dazu der brummige King Necho, »eben nicht so ohne
Weiteres sagen, dass wir gar nichts von der Welt wissen. Da wir unsre
Erscheinungswelt immerhin als eine winzigkleine Teilerscheinung des Alls
betrachten müssen, so wissen wir damit wahrlich schon genug. Aus dieser
winzig-kleinen Erkenntnis von einem Teile geht uns die große Erkenntnis von dem
grandiosen, nie zu fassenden Weltenzauber des Ganzen auf. Und Leute, die von
diesem noch keine Ahnung haben, sollten doch das Wort Welt ein wenig
vorsichtiger gebrauchen.«
    »Ich gebe das,« erwiderte ich rasch, »durchaus zu und bitte die Herren
höflichst um Entschuldigung. Ich werde die unendlichen Reihen, die die
Erscheinungsformen darstellen, nicht mehr vergessen. Aber ich muss doch auch
bemerken, dass ich durch diese Erkenntnis wirklich nicht wieder in den Besitz
meiner Manuskripte gelange.«
    Da gab's aber einen Sturm.
    »Mit wem reden wir denn?«
    »Hält hier Jemand in diesem Medusenzimmer seine Manuskripte für
Erscheinungsformen?«
    »Es scheint hier ein guter Onkel immerfort Kopf und Zeh miteinander zu
verwechseln.«
    »Lass uns mal erst lesen, was wir haben.«
    Nach solchen und ähnlichen Redensarten, bei denen mich Keiner von den alten
Herren eines Blickes würdigte, lasen sie - das, was sie hatten.
 
                               Die Welt von Eisen
                               Ein großes Gebrumm
Große Sternvölker brummen plötzlich.
    Es sind große hohle eiserne Sterne, die da so brummen.
    Eine Schauermär hat die eisernen Sternvölker grimmig gemacht - darum brummen
sie.
    Sie haben gehört - es ist kaum zu glauben - viele Milliarden großer
Blickmeilen von ihnen entfernt lebe auf einem kleinen Lehmklümpchen ein kleines
Würmchen, das jetzt tatsächlich das Weltganze erfasst habe - das ganze Weltganze
- von oben bis unten und nach allen Seiten.
    Dies Würmchen auf seinem Lehmklex!
    Die eisernen Sternvölker brummen fürchterlich, dass es kaum anzuhören ist;
die Büffelhorn- und die Schneckensterne sind ganz besonders laut.
    Und so weit weg soll das Würmchen sein.
    Eine Schauermär!
    Eine Blickmeile ist so weit,
