 für eine alte Pauke
gehalten. Was hat da alles hineingemusst! Sukuhn, Hamza, Teschdid, Madd,
Singular, Dual, äußerer Plural, innerer Plural, ana, inte, huwa, ihna, intu,
huma, wahid, marra, auwal, dreiradikaliges Verbum, vierradikaliges Verbum,
massives Verbum, konkaves Verbum, defektes Verbum - - - wer da den Verstand
nicht verliert, der hat entweder sehr viel oder gar keinen Geist! Fühle mich
aber auch wie neugeboren, dass ich das alles glücklich überwunden habe. Nun sagt
mir doch auch einmal, ob ich gut oder fehlerhaft spreche!«
    »Welcher Meinung war Euer Lehrer über diesen Punkt?«
    »Dummer Kerl! Lachte mich aus!«
    »Ihr habt ihn vorhin aber doch einen sehr tüchtigen Kerl genannt!«
    »War er auch; nur in dieser Beziehung nicht! Sagte immer, ich spräche
englisch mit schlecht gewählten arabischen Worten. Behauptete auch, ich würfe zu
viel englische Partikel hinein. Was soll ich aber denn mit meinen Partikeln
machen, wenn ich sie einmal habe? Das war doch unrecht von ihm. Nicht?«
    »Recht wird wohl der haben, der da weiß, dass kein Meister vom Himmel
gefallen ist. Man darf nicht denken, dass man fertig sei, sondern man muss sich
üben, immerfort weiterüben.«
    »Das tue ich auch! Habe mich sogar heut geübt, mit dem Wirte da draußen.
Wollte einmal hören, wie die Sprache des Arabers klingt, wenn er betrunken ist.«
    »Ausserordentlich löbliches Unternehmen!«
    »Mag sein! Nehmt Ihr es mir übel?«
    »Nein. Vielleicht ist es sogar vorteilhaft für mich, dass Ihr ihm einen
Haarbeutel aufgesetzt habt.«
    »Wieso?«
    »Davon werden wir später sprechen; es gehört eine lange, aber sehr
interessante Erzählung dazu. Wir haben nämlich schon sehr viel erlebt, und zwar
Dinge, welche wahrscheinlich noch gar nicht zu Ende sind. Halef wird Euch alles
berichten, und ich glaube, dass Ihr den Faden dann mit uns weiterspinnen werdet.
Für jetzt ist es notwendig, zu wissen, ob Ihr wirklich die Absicht habt, Euch
erst drüben in Persien ein Pferd anzuschaffen?«
    »Ja; eher nicht.«
    »Wo?«
    »Vielleicht Schiras.«
    »Aber wir müssen doch von Buschehr bis Schiras reiten!«
    »Nehme ein Mietspferd.«
    »Das ist für uns unbequem; aber da Ihr es einmal wollt, müssen wir Euch
Euren Willen lassen.«
    »Wenn ich hier eins kaufte, müsste ich es per Schiff hinübertransportieren
lassen wie Ihr die eurigen. Das kann ich umgehen.«
    »Das ist freilich wahr. Hoffentlich bekommt Ihr dort etwas Preiswürdiges.
