!«
    »Hadschi Akil Schakir el Magarrib Ben Hadschi Alim Schadschi er Rani Hadschi
Dajim Maschhur el Azami Ben Hadschi Taki Abu Fadl el Mukarram.«
    »Schön! Was sagst du nun dazu?«
    »Er gefällt mir außerordentlich.«
    »Du bist also nun zufrieden?«
    »Sehr.«
    »Du bist also einverstanden, dass wir dich so heißen?«
    »Ja.«
    Da hellte sich sein Gesicht schnell und vollständig wieder auf, und er sagte
im frohen Tone:
    »Hamdulillah! Allah sei Lob und Dank gesagt, dass es mir gelungen ist, diesen
deinen Abgrund wieder zuzuschaufeln! Nun sind wir die alten Freunde und können
wieder, wie vorher, in Wonne miteinander verkehren. Ich sage dir, dass ich es
hüben auf meiner Seite nicht ausgehalten hätte, wenn du immer hättest drüben
bleiben müssen! Ich werde es mir aber zur Warnung dienen lassen und nie in
meinem Leben wieder so unvorsichtig sein, die Namen von verstorbenen Personen zu
entdecken, die gar nicht gelebt haben! Jetzt bitte ich dich, mit herauszukommen!
Die Dschemmah17 tritt zusammen, um darüber zu beraten, wer und in welcher Weise
er während meiner Abwesenheit den Stamm regieren soll. Da musst du auch dabei
sein, denn so oft und so lange du bei uns bist, giltst du genau so, wie wir alle
als mitten zwischen unsern Herden geborenes Mitglied der Haddedihn vom großen,
berühmten Stamme der Schammar.«
    Das war richtig. Ich musste, wenn ich mich bei diesen guten Leuten befand, an
allen ihren Beratungen teilnehmen und wusste die Ehre, welche mir dadurch
erwiesen wurde, gar wohl zu schätzen. Die Schammar haben ihren Namen von dem in
Arabien südlich von der Wüste Nefuhd liegenden Dschebel18 Schammar, den sie als
Mittelpunkt ihres ausgedehnten Gebietes betrachten. Als Angehörige dieses
Stammes hätten wir eigentlich jetzt dorthin reiten sollen, zumal der nächste und
auch beste Weg nach Mekka über den Dschebel Schammar führte; aber ich war mit
Halef und seinem Sohne dort gewesen; man kannte mich als Christ, und es wäre gar
nicht zu verheimlichen gewesen, dass ich auch mit nach Mekka wollte. Das hätte
sehr wahrscheinlich nicht nur zu Verdrießlichkeiten, sondern sogar zu ernsten
Auftritten Veranlassung gegeben, welche zu vermeiden, wir lieber einen Umweg
machen und den Dschebel Schammar gar nicht berühren wollten. Leicht war das
freilich nicht, besonders der uns unbekannten Wasserverhältnisse wegen. Fünfzig
Mann mit Pferden und Kamelen wollen trinken, und in der arabischen Wüste, die
nicht weniger schrecklich als die Sahara ist, kann der Wassermangel leicht
verderblich werden. Glücklicherweise hatte ein Krieger vom Beduinenstamme der
Beni Harb sich eines Haddedihnmädchens wegen, welches er liebte aber nicht dazu
bewegen konnte, ihm zu seinem Stamme zu folgen, in den
