 Beetz und der alte
Zühlen, die die besten sind, die wohnen zu weit ab, und ich weiß nicht, seit wir
die Eisenbahnen haben, laufen die Pferde schlechter. Oder es kommt einem auch
bloß so vor. Also die guten Nummern fallen aus. Und da sind wir denn wieder bei
Gundermann.«
    »Ach, gnäd'ger Herr, den nich. Un er soll ja auch so zweideutig sein. Uncke
hat es mir gesagt; Uncke hat freilich immer das Wort zweideutig. Aber es wird
wohl stimmen. Un dann die Frau Gundermann. Das is 'ne richtige Berlinsche.
Verlass is auf ihm nich und auf ihr nich.«
    »Ja, Engelke, du sollst mir helfen und machst es bloß noch schlimmer. Wir
könnten es mit Katzler versuchen, aber da ist das Kind krank, und vielleicht
stirbt es. Und dann haben wir natürlich noch unsern Pastor; nu der ginge, bloß
dass er immer so still dasitzt, wie wenn er auf den Heiligen Geist wartet. Und
mitunter kommt er; aber noch öfter kommt er nicht. Und solche Herrschaften, die
dran gewöhnt sind, dass einer in einem fort was Feines sagt, ja, was sollen die
mit unserm Lorenzen? Er ist ein Schweiger.«
    »Aber er schweigt doch immer noch besser, als die Gundermannsche redt.«
    »Das is richtig. Also Lorenzen, und vielleicht, wenn das Kind sich wieder
erholt, auch Katzler. Ein Schelm gibt mehr, als er hat. Und dann, Engelke,
solche Damen, die überall rum in der Welt waren, da weiß man nie, wie der Hase
läuft. Es ist möglich, dass sie sich für Krippenstapel interessieren. Oder höre,
da fällt mir noch was ein. Was meinst du zu Koseleger?«
    »Den hatten wir ja noch nie.«
    »Nein, aber Not lehrt beten. Ich mache mir eigentlich nicht viel aus ihm,
indessen is und bleibt er doch immer ein Superintendent, und das klingt nach
was. Und dann war er ja mit 'ner russischen Grossfürstin auf Reisen, und solche
Grossfürstin is eigentlich noch mehr als 'ne Prinzessin. Also sprich mal mit
Kluckhuhn, der soll 'nen Boten schicken. Ich schreibe gleich 'ne Karte.«
Katzler sagte ab oder ließ es doch unbestimmt, ob er kommen könne, Koseleger
dagegen, was ein Glück war, nahm an, und auch Schwester Adelheid antwortete
durch den Boten, den Dubslav geschickt hatte: »dass sie den zweiten Feiertag in
Stechlin eintreffen und soweit wie dienlich und schicklich nach dem Rechten sehen
würde«. Adelheid war in ihrer Art eine gute Wirtin und stammte noch aus den
alten Zeiten, wo die Damen
