 abgeschrieben... Griechische Gesellschaft... und die beiden
anderen fehlen als Anhängsel natürlich von selbst. Aber kein anzügliches Wort
mehr, ich habe ja Besserung geschworen und will's halten. Also, Korinna, du
drüben neben Distelkamp, Marcell hier zwischen Etienne und mir. Ein Besteck wird
die Schmolke wohl gleich bringen... So; so ist's recht... Und wie sich das
gleich anders ausnimmt! Wenn so Lücken klaffen, denk ich immer, Banquo steigt
auf. Nun, Gott sei Dank, Marcell, von Banquo hast du nicht viel, oder wenn doch
vielleicht, so verstehst du's, deine Wunden zu verbergen. Und nun erzählt,
Kinder. Was macht Treibel? Was macht meine Freundin Jenny? Hat sie gesungen? Ich
wette, das ewige Lied, mein Lied, die berühmte Stelle Wo sich Herzen finden, und
Adolar Krola hat begleitet. Wenn ich dabei nur mal in Krolas Seele lesen könnte.
Vielleicht aber steht er doch milder und menschlicher dazu. Wer jeden Tag zu
zwei Diners geladen ist und mindestens anderthalb mitmacht... Aber bitte,
Korinna, klingle.«
    »Nein, ich gehe lieber selbst, Papa. Die Schmolke lässt sich nicht gerne
klingeln; sie hat so ihre Vorstellungen von dem, was sie sich und ihrem
Verstorbenen schuldig ist. Und ob ich wiederkomme, die Herren wollen verzeihen,
weiß ich auch nicht; ich glaube kaum. Wenn man solchen Treibelschen Tag hinter
sich hat, ist es das schönste, darüber nachzudenken, wie das alles so kam und
was einem alles gesagt wurde. Marcell kann ja statt meiner berichten. Und nur
noch soviel, ein höchst interessanter Engländer war mein Tischnachbar, und wer
es von Ihnen vielleicht nicht glauben will, dass er so sehr interessant gewesen,
dem brauche ich bloß den Namen zu nennen, er hieß nämlich Nelson. Und nun Gott
befohlen.«
    Und damit verabschiedete sich Korinna.
    Das Besteck für Marcell kam, und als dieser, nur um des Onkels gute Laune
nicht zu stören, um einen Kost- und Probekrebs gebeten hatte, sagte Schmidt:
»Fange nur erst an. Artischocken und Krebse kann man immer essen, auch wenn man
von einem Treibelschen Diner kommt. Ob sich vom Hummer dasselbe sagen lässt, mag
dahingestellt bleiben. Mir persönlich ist allerdings auch der Hummer immer gut
bekommen. Ein eigen Ding, dass man aus Fragen der Art nie herauswächst, sie
wechseln bloß ab im Leben. Ist man jung, so heißt es hübsch oder hässlich,
brünett oder blond, und liegt dergleichen hinter einem, so steht man vor der
vielleicht wichtigeren Frage Hummer oder Krebse. Wir könnten übrigens darüber
abstimmen. Andererseits, soviel
