 die Stirn, doch es will kein vernünftiger Gedanke
heraus. Herrgott, meine ich, Rudolf, du alter Knabe, du bist doch mit vielen
Menschen in der Welt zusammengekommen: existiert denn keine einzige Kreatur auf
dem ganzen Erdhoden, welche du - dahin - schicken könntest, dass das arme Kind -
- - na ja, hier ist der Wisch! Ich gucke erst hinein, um meinen Ärger
vollzumachen; und dann ist's mir, als ob mich jemand mit der Nase aufs Blatt
stoße und sage: Da! Hörst du's, alter Schwede, was sagst du nun? Was sagst du zu
der Etappenstrasse? - Johannes Unwirrsch! - Will eine Stelle als Hauslehrer
haben! - Ich stülpe meinen Gedächtniskasten um - da ist's, und - hier bin ich.
Ich fahre noch in derselben Nacht auf der Eisenhahn nach **, marschiere nach
***. Dort miete ich diese vierbeinige Schwindsucht und reite vor den Goldenen
Schnabel in dem Nest, dessen Kirchturm dort hinter dem Wald zu sehen ist! Da
mache ich Quartier und rekognosziere wie ein Lützower: Kohlenau? Richtig, es
gibt es hierherum. Kohlemeier? Schon recht, so heißt der Kerl beim Schornstein.
Kandidatus Johannes Unwirrsch? Denke ich, das alte Weib in der Wirtsstube wird
verrückt bei dem Namen; alles andere Gesindel spitzt die Ohren und drängt sich
heran. Nun geht's los; ich muss schöne Geschichten hören: - - - da hast du
nochmals meine Hand, mein Junge; ich mache dir meine Honneurs von wegen des
süßen Duftes, welchen du in dieser Gegend von dir gelassen hast. Ich lasse mir
den Burschen, der allhier in so gutem Geruch steht, genau beschreiben, und das
Konterfei trifft mit dem Schwarzrock aus dem Postorn aufs beste zusammen. Da
sattle ich wieder, und ich habe nur noch die Angst, dass das Nest schon
ausgenommen ist und mein Vogel in einem fremden Käfig sitzt; dort komme ich um
die Ecke und gucke auf und sehe was Schwarzes am Weg hocken. Sollte dir der
liebe Gott so wohlwollen, dass du das Geschäft schon hier abmachen kannst? fährt
mir durch den Sinn und richtig, es ist so - er ist es. Und trotzdem dass er
wiederum aussieht wie die Klagelieder Jeremiä, ist mir sehr wohl zumut, und nun,
Kandidate, tun Sie einem alten, herrenlosen Hunde und heimatlosen Bettelmann
seinen Willen und schreiben Sie an den Geheimen Rat Götz - Hochwohlgeboren - und
vergessen Sie nicht, auf den Brief Amtssache zu setzen und das Wort zu
unterstreichen, von wegen - a hm - von wegen der Schwägerin und der Kleophea.
Schreiben Sie dem Mann, ich hätte Sie empfohlen. Hier ist die vollständige
Adresse; schreiben Sie
