, die ihn nichts
angehen, gefällt mir nicht.«
    »Was kann er davon haben, dass Lupinus los kommt? - Excellenz halten ihn für
einen Aventurier. Aber er spielt nicht, macht keinen übermäßigen Aufwand, er
beschäftigt sich mit Naturwissenschaften.«
    »Darum kommt man wohl jetzt nach Berlin! Darum drängt man sich in alle
Gesellschaften, macht den Affairirten, weiß um alle Secrets, macht sich bei
Prinzen und Damen beliebt, spielt hier den Weisen, dort den Liebenswürdigen, und
für uns Alle den Rätselhaften.«
    »Er ist ein Mann des Friedens,« lächelte Bovillard.
    »Aber unseres Friedens! Er ist zu klug, um zu schwärmen, also was will er?
Ich liebe nicht die rätselhaften Menschen. Wäre er nur ein Kundschafter, ein
Agent von Napoleon oder Kaiser Alexander, von wem es sei, gleich viel, ich
wüsste mich mit ihm zu stellen, aber der Abgesandte einer unbekannten Puissance,
der hat etwas - bleiben Sie mir mit ihm vom Leibe, ich gestehe, mir wird unwohl,
wenn ich in das gläserne Gesicht sehe.«
    Bovillard lächelte nicht, er erlaubte sich zu lachen: »Excellenz! er ist ein
Schwärmer. Zudem ein Philosoph. Er hat ein System. Männer mit Ideen pflegt keine
Puissance zu Spionen zu wählen.«
    Der Einwand frappirte dem Minister: »Jedenfalls muss man mit solchen Menschen
vorsichtig sein.«
    Er blieb am Ausgange der Weinallee stehen: »Bovillard, wozu denn der
Embarras, um einen Menschen zu retten, der sein Schicksal verdient hat? Seine
Diners sind doch, dünkt mich, zu ersetzen.«
    »Excellenz, ein Ring heraus und eine Kette ist entzwei. Seine
Familienverbindungen!«
    »Man darf nicht schonen, wo es an den eigenen Ruf geht. Sie haben es nicht
zu vertreten, aber ich, wenn es am Hofe heißt: das ist Einer von der
Lombard'schen Klique! Gerade wenn wir ihn springen lassen, befestigen wir unsern
Ruf.«
    »Er hat mir so aufrichtig Besserung gelobt.«
    Der Minister sah ihn mit kaum unterdrücktem Lächeln an. »Und dann der König!
Es geht nicht, er ist diesmal selbst Partei.«
    »Ich weiß, ich weiß. - Indessen sollten Excellenz - ich meine, wenn Sie sich
der Sache annehmen wollten, wenn Sie das Loos der armen Kinder des Geheimrats
mit aller Ihrer Humanität erwögen, sollte es Excellenz nicht möglich sein, vor
der königlichen Huld und Gnade die Sache in einem Lichte - aber - mein Gott, wie
schön ist die Aussicht! Welch ein wunderbares Licht!«
    Sie waren aus dem Weingang ins Freie getreten, und der Geheimrat blieb wie
versunken in der Anschauung stehen. Ein Eisen
