, dass es der Teufel im Brauch habe. Wenn er einem Menschen aus der Not
helfen könnte, er ließ sich eher schinden, als dass ers täte. Wie wüst der ist,
es glaubt es kein Mensch, ein jedes Kind auf der Gasse weiß Euch hundert Proben
davon. Nur für Euch ein Beispiel zu sagen. Wer in Handel und Wandel ist, weiß,
wie es geht: das Geld geht aus und zahlen sollte man doch, wenn die Termine um
sind. Es gibt immer Leute, welche keinen Verstand haben, wie gut Freund sie auch
sind, solange man zahlen kann, und wenn man schon hundertmal reicher ist als sie
und hundertfach Unterpfänder hätte, so kommen sie einem nicht daran und wollen
Geld, und aus Land und Häusern kann man nicht Geld machen, versteht sich! Nun
wie geht es mir? Ich bin stark im Handel, wie bekannt, und so ein Grosskopf sagt
einst zu mir: Andreas, wenn du Geld mangelst, so komm zu mir, habe zweitausend
Gulden liegen daheim, weiß nicht wo aus damit, würde sie niemanden lieber geben
als dir, und wegen Wiedergeben brauchst nicht Kummer zu haben. Mir war es
anständig, war damals gerade gut was zu machen, wenn man Geld hatte. Ich, dumm
genug, nehme es, dachte nicht daran, dass das mich je plagen werde. Aber was
macht mir der Schelm? Dem kommt es anders in Kopf, will das Geld plötzlich
wiederhaben; ich konnte es weiß Gott nicht aus den Steinen schlagen, und er,
nicht faul, lässt mich betreiben darum. Das werde nicht alles machen, dachte ich,
Geld, für den zu zahlen, werde genug im Lande sein. Aber wohl, da habe ich es
erfahren, was es heißt, Geld suchen in der Not; die, welche es haben, haben es,
die Andern können zusehen, wo sie es nehmen und wie sie es machen. Ich wusste,
dass Hagelhans manchtausend Gulden im Hause hatte, und dachte, es werde doch
erlaubt sein darum zu fragen, und dann nicht etwa auf die nackte Hand, sondern
gegen Versicherung, wo jeder Vernünftige sich hätte ersättigen können. Ich
hinauf an einem schonen Morgen, hatte noch eine Flasche vom Besten in der
Tasche, unter dem Vorwand, ich wollte ihm den zum Versuchen bringen, wenn er
wieder etwa kaufen wollte. Dachte, der werde ihm den Mund schon süß machen, und
er hätte es gewiss gemacht, wenn es dazu gekommen wäre. Aber ich kam eben nicht
in die Stube; vor dem Hause ist er gestanden, so breit wie eine Stallstüre, und
neben ihm der verfluchte Hund. Ich mache mein Kompliment und zwar honett,
