 der dort hoch
aufgetürmt lag, und sagte: »Groß wie Baumnüsse sind sie, so große Steine sah ich
nie. Es war ein schrecklich Wetter, es weiß kein Mensch, wie übel es gegangen,
gleich vor der Ernte, das wird manch Lehnmannli schütteln und erlesen. Aber sie
sind selbst schuld, warum tun sie nicht in die Assekuranz; gerade für solche
Leute, die ein Hagelwetter nicht ertragen mögen, wäre sie. Aber wunder nimmt es
mich, warum es gerade in diesem Jahre nach siebzig Jahren zum erstenmal wieder
gehagelt hat und so grob; da muss was Apartes dahinter sein, ich wüsste sonst
nicht, warum Gott es gerade jetzt wieder hätte hageln lassen. Wenn es nur so
wegen dem allgemeinen Gebrauch wäre, so wäre es schon lange wieder geschehen,
aber warum gerade jetzt wieder? Das dünkt mich kurios.« Er erhielt keine
Antwort. Als sie ins Haus waren, sagte Joggeli: »Jetzt ist dem das Reden doch
einmal auch vergangen, es dünkt mich nicht anders. Ich will nicht sagen, dass ich
es ihm gönnen mag, aber recht ist, dass dem auch mal was auf die Nase kommt. Wenn
ich nur schon meinen Zins hätte, da lässt sich zur rechten Zeit zusehen, dass ich
zu meiner Sache komme.«
    Vreneli unterdrückte mit aller Macht Klagen und Kummer, war mit aller
Teilnahme um Uli besorgt, legte trockne Kleider zurecht, bereitete einen guten
Kaffee, der Weiber Tröster in allen Nöten. Aber duster blieb Uli, sprach nicht,
legte statt zu essen und zu trinken den Kopf in die Arme auf den Tisch und
seufzte tief Vreneli sprach zu, guten Muts zu sein, das sei die Hauptsache. Noch
hätten sie auch noch etwas, hätten gute Leute, und an dem, was Gott tue, sei
doch noch selten jemand zugrunde gegangen, wenn er standhaft geblieben und Herz
und Kopf am rechten Flecke behalten; wer zugrunde gehe, sei gewöhnlich selbst
daran schuld. »Eben das ists,« sagte Uli, »du weißt darum nicht alles.« »Und
wenn du den Prozess auch verloren hast,« sagte Vreneli, »so macht das wieder
nichts, es geht nicht um Frankreich, es ist ein Lehrgeld für ein andermal.« »Ja,
wenn ich ihn verloren hätte, da wäre es wohl gut, ich wäre dessen noch froh,
dann hätten wir das Hagelwetter nicht und ich nichts auf dem Gewissen, welches
mir niemand mehr von demselben nimmt.«
    Nun erzählte er Vreneli, wie er den Prozess gewonnen; nach dem Gesetze habe
er recht gehabt, so hätten es die Richter gesagt. Angelogen habe er das Mannli,
das sei wahr, aber das sei nicht gegen das
