 weiter keine
Bedeutung gegeben, so sagte er: Er wisse nichts anders und sei gesinnt zu
bleiben, wenn er Joggeli anständig sei und ihm nicht zuwider gedient. Reich
werde er nicht dabei, aber wenn er zum Lande recht sehe, es verbessere, dass es
mehr Sachen gebe, so gehe es in Zukunft besser und es sei auch Joggelis Nutzen.
Klagen wegen Ausnutzen oder schlechter Arbeit oder sonst wolle er nicht, sagte
Joggeli, aber Uli gebe schier zu wenig Zins, das dünke ihn und Andere auch. Uli
hätte die Pacht um einen hellen Spott. Erst gestern habe ihm einer gesagt,
zweihundert Taler mehr wolle er ihm Zins geben und bar vorauszahlen, wenn er
wolle.
    Da ward Uli zornig und sprach: »So macht es mit ihm,« und ging in den Stall.
Da stund Joggeli wie Butter an der Sonne, denn es war nicht wahr, dass ihm jemand
etwas geboten. Freilich war es möglich, diesen Augenblick so viel Pacht zu
erhalten, aber vielleicht von einem Pächter, der sich mästete und das Gut
ermagern ließ. Einen Pächter wie Uli, der zahlte und zum Gut sah, als wäre es
sein eigen, verlor Joggeli nicht gerne, so viel Verstand hatte er. Wie ein Kind,
welches einen Topf mit Milch umgestossen und es der Mutter eröffnen will, ohne
Schuld daran zu haben, steckelte er endlich heim, setzte sich auf den Ofentritt
und sagte endlich: »Mit dem Uli ists nicht mehr auszuhalten, er ist ganz
kolderig und so brutal wie ein junger Landjäger.« »Was hast mit ihm?« frug die
Mutter, »ihr werdet ja sonst so gut mit einander fertig.« »Gesagt hat er mir,«
antwortete Joggeli, »ich könne seinetwegen einen andern Pächter suchen, er
begehre das Gut nicht wieder.« »Du wirst ihn böse gemacht haben,« antwortete die
Base, »so mir nichts dir nichts hat er dir das nicht gesagt, das weiß ich.«
»Nichts habe ich gesagt,« antwortete Joggeli, »gar nichts. Ich habe ihn bloß
daran erinnert, dass die drei Jahre da seien, wo wir einander aufsagen könnten,
und es nehme mich wunder, was er denke.« »Ah bah,« sagte die Base, »das ist eine
Sache, von der ich nichts hören mag.«
    Drüben tat Uli wie ein angeschossener Eber; der Streich kam ihm ganz
unerwartet, erschien ihm wie eine förmliche Brandschatzung, und gerade jetzt, wo
es ihm den Schweiß austrieb, wenn er daran dachte, dass bald der Zins verfallen
sei, und er sein vorrätig Geld übersah. Er wollte auf der Stelle fort, andere
Schuhe anziehen, um ein
