 Einsatz dagegen wären unsere
Hälse. Das mit dem Dampfboot ließe sich aber auch noch ausdehnen. Unsere
Geschützstücke nähmen wir natürlich mit unterwegs, ehe wir die mexikanische
Küste erreichten, trieben wir ein wenig Seeräuberei. Jetzt im Sommer, wo im Golf
fast stete Windstille ist, müsste die Sache herrlich gehen. Was wir an Schoonern
und kleineren Fahrzeugen fänden, wäre unbedingt unser, ja wer weiß, ob wir nicht
auch eins der Vereinigten-Staaten-Dampfboote entern und eine famose Beute machen
könnten. Erst müssen wir freilich das Dampfboot haben.«
    »Nun, die Sache soll übermorgen, als am letzten Sonnabend im Juni, in
öffentlicher Sitzung vorgetragen und beschlossen werden. Acht Tage später können
wir dann ein Dampfboot an Ort und Stelle haben, und in zwei Tagen mehr sind wir
im Stande, es ganz nach unserem Wunsche nicht allein einzurichten, sondern auch
zu stationiren.«
    »Es müsste natürlich nur von den Unseren bemannt werden.«
    »Das versteht sich, und eben diese Wahl der zu den verschiedenen Posten zu
Verwendenden muss ebenfalls zu gleicher Zeit stattfinden, sonst gäbe es nachher
Mord und Todtschlag. Es würde Jeder Kapitain, Keiner aber Feuermann und Deckhand
sein wollen.«
    »Der Kapitain muss jetzt viel baares Geld liegen haben,« sagte Sander
nachdenkend - »es sind in letzter Zeit gewaltige Posten eingegangen. Wie viel
ist wohl in der Kasse?«
    »Ich weiß es nicht,« erwiderte Blackfoot - »wahrscheinlich wird er doch am
Sonnabend ebenfalls Rechnung ablegen. - Er hat aber wohl viel Geld nach Mexiko
geschickt, wo er, wie mir gesagt ist, eine bedeutende Landstrecke für uns
gekauft haben soll.«
    »Hat ihm denn die Gesellschaft den Auftrag dazu gegeben?« frug Sander und
wandte sich plötzlich nach seinem Begleiter um.
    »Ich glaube kaum,« sagte dieser - »doch wozu auch? Wenn er es einmal für gut
und nötig hielt, so können wir Anderen auch damit zufrieden sein. Aufrichtig
gesagt ist's mir, nach der letzten Geschichte am Fourche la fave und nach den
keineswegs tröstlich lautenden Nachrichten, gar nicht mehr so heimlich am
Mississippi, wie früher. Ich denke immer, es könnte uns einmal über kurz oder
lang etwas Menschliches begegnen, und - das mag dem Kapitain wohl auch so gehen;
der Plan mit dem Dampfboot und dem angekauften Land ist deshalb auch ganz gut.«
    »Ja,« sagte Sander, »gewiss - heißt das, wenn es von dem Gelde angeschafft
wird, was der Kapitain in seiner Verwahrung hat - sonst nicht. - Sonst
erschöpfen wir unsere Privatkassen bis auf den letzten Cent und sind dann immer
wieder auf die Gesellschaft oder - den Kapitain angewiesen, der uns schon
überdies zu
