 dem einen Hunde wird es freilich eine langweilige Geschichte werden,«
meinte James, »Bohs kann doch bloß auf einem Ufer suchen und der Flüchtling
indessen immer auf dem andern den Bach verlassen haben, wenn er - was überhaupt
noch erst bewiesen werden muss, diesem wirklich gefolgt ist.«
    »Gefolgt muss er ihm sein,« meinte Kook, »sonst hätten ihn die Hunde auf
jeden Fall gespürt. - Wie dem aber auch sei, Glück gehört allerdings zu einer
solchen Nachtetze. Bleiben wir jedoch ruhig im Haus, so können wir gar nicht
erwarten, dass wir irgend etwas ausrichten, denn hierher kommt er nicht wieder.
Also fort, Bill', hol' uns die Pferde - die Sättel liegen dort in der Ecke -
gehen Sie mit, Mr. Sander?«
    »Ei, das versteht sich,« lachte dieser, »bin ich auch kein so vorzüglicher
Spürhund, wie ein alter Pionier, so hoffe ich doch meinen Mann zu stehen. -
Übrigens möchte ich Sie noch einmal darauf aufmerksam machen, ob es nicht doch
vielleicht besser wäre, die Sache zuerst den Gerichten anzuzeigen; wir können ja
nachher immer noch -«
    »Wir wollen um Gottes willen die Gerichte nicht bemühen,« sagte James
unwillig - »jetzt haben wir auch wirklich gar keine Zeit mehr, an sie zu denken.
Der Dieb ist noch dazu bewaffnet, und gut bewaffnet, denn Kook's Büchse schießt
scharf, und da sind wir es sogar den Nachbarn schuldig, ihm wenigstens, wenn wir
ihn wirklich nicht einholen könnten, doch so dicht auf den Fersen zu bleiben,
dass er weiter keinen Schaden anrichten kann.«
    »Ja, wahrlich, gut bewaffnet ist er,« - knirschte Kook zwischen den
zusammengebissenen Zähnen hindurch, indem er sich den breiten Ledergurt mit dem
Jagdmesser umschnallte. »Gott sei ihm aber gnädig, wenn er mir unter die Hände
fällt; das Eisen renne ich ihm zwischen die Rippen bis an's Heft.«
    Er sprang jetzt hinaus, dem Sohne mit dem Einbringen der Pferde zu helfen,
die mit solch' nächtlichem Ritt keineswegs einverstanden schienen. Auch die
Hunde kehrten nun nach und nach einzeln zurück, doch hatten sie sich zu schlecht
bewährt, um großes Vertrauen beanspruchen zu können. Sie erhielten deshalb mit
Wort und Peitsche gemessene Befehle, beim Hause zu bleiben, denn die Jäger
fürchteten, auch nicht ohne Grund, durch die vielen Nasen Unheil und Verwirrung
anzurichten. Bohs blieb jetzt seines Herrn einzige Hoffnung, aber auch diese war
schwach genug, wenn er bedachte, wie unsicher eine solche Verfolgung sei; wusste
ja doch der Hund nicht einmal, welches Wild er hetzen sollte.
    Der alte Lively ging nun vor allen Dingen an
