 Andere sturb, ih oder
dMuetter, das wär es Angers; de schickt es sih bas, dass es jungs Ehpaar dSach
übernimmt z'grechtem, vo wege, für es rechts Hus z'füehre, müesse Ma u Frau sy.
Ist dMuetter gstorbe u buret dr Vater furt u ds Sühniswyb macht dHushaltig, su
het äs meh z'bidüte as dr Ma, es ist dMeisterfrau u är ume dr Bueb; lebt
dMuetter no u wott fürtbure, so ist dr Bueb wie dr Ma u dFrau sött ume dJumpfere
sy, u selb tuet o nit guet. Lebe aber Vater und Mutter noch, so habens Sohn und
Söhniswyb eins wie das Andere, sind Beider Ghülfen, u Keis het sih z'chlage.
Darum bist du nicht so über Ort, aber sagen will ich nichts dazu. Übersinn dSach
noch recht und stell dir alles vor und auch, wie es dir wäre, wenn es aus der
ganzen Sache nichts geben, und was die Leute dazu sagen würden.«
    »Ho«, sagte Resli, »darauf dürfte ich es ankommen lassen; wenn dLüt öppe
wüsse, wer me ist, so wissen sie wohl, auf welcher Seite der Fehler ist.« »Du
guete Tropf«, sagte der Vater, »meinst? Ich hätte geglaubt, du kenntest dLüt afe
besser als so. Weißt du nicht, dass es Leute gibt, die immer froh sind, wenn sie
jemand einen Schlemperlig anhängen können? Und je mehr sie einen beneidet haben,
desto lieber tun sie es und dest ungrymter. Und weißt nicht, dass man, sei man
wer man well, immer Freund und Feind hat; das zeigt sich nie besser, als wenn
eine Hochzeit zWasser geht. Da geht es ärger ringsum als im Frühling im Seeland,
wenn dFrösche ihre Singverein hei; ich habe einmal dort Wein geholt, u ds
sälbist bin ih fast e Narr worde. Wenn son e Hürat z'nüte wird, am ene Ort muess
geng dr Fehler sy.
    Manchmal ist der Bräutigam ein afechtig Bürschchen und möcht dr Schwäher
klemme, weiß nit recht wie, geiht zRat, u dummi Wyber dampe ihms us, u hingerdry
tuet er de no wie es hässigs Kotäneli. Oder dr Schwäher ist e hochmüetige
Gnürzi u möcht dr Tochterma für e Schuehwüsch ha un ihm dr Gottswille gä, was
ihm vo Rechts wege gehört. Oder dSchwiegere ist e brutali Gränne und meint, dr
Tochterma satt Tag u Nacht vor ihre oder vor em Meitschi uf de Kneue sy u lache,
we si ds Mul uftuet, wien e Löhl. U wenn er das nit tuet u witziger ist as si u
si sih no mängist vor ihm schiniere muess vo wege dr Dummheit
