
unten. Geht es ihnen an, so nehmen sie alles, will man nicht, so nehmen sie auch
mit Minderem vorlieb. Es hat mich auch gedrückt, und bsunderbar Resli, der hat
mich dauern können. Aber was meinst, wie macht man das?«
    »Ich hulf, die Kinder machen zu lassen«, sagte Christen, »es ist ihre Sach,
was den Preis anbelangt, hingege wegem Abtrette, das ist mr zwider. Aber am
Meitschi hets mih o nit schöns düecht, dass es em Vater nit abbroche het und ne
so het la mache, es hätt solle meh Vrstang ha un abwehre. Ih muess säge, wenn son
es gytigs, wüests Fraueli da sött uf e Hof cho, ih dräyhti mih no im Grab um.«
»Wir wollen öppe nit hoffe«, sagte Änneli, »Resli sagt gar, es sei nicht so und
der Gyt daheim sei ihm zwider. Daneben weiß man es nicht, es düecht se manchmal,
wenn sie daheim sind, sie möchten es ganz anders machen und haben als im
elterlichen Hause, und doch dann muss es einmal in ihrer Haushaltung akkurat am
gleichen Schnürchen gehen. Doch das Best wollen wir hoffen, es ist müglig, dass es
nit gwüsst het, was säge, u dass es sih ds Vaters gschämt het unds nit het dörfe
la merke. Es ist nichts, das einem so weh tut und eim so es dumms oder es bös
Gesicht macht, als wenn man sich öpperem schämt und sichs doch nicht darf merken
lassen, da ist man wie vor den Kopf geschlagen. Sagt man etwas, so macht man die
Sache noch schlimmer, sagt man nichts, so gehts am Ende über einen los. Ich
weiß, was das kann. Ich habe auch jemand gehabt, der zuweilen getan, dass ich
durch den Boden durch hätte kriechen mögen, und je wüster er getan hat, desto
weniger habe ich ihn verlassen dürfen, es hätt kein Mensch gewusst, was er
angestellt hätte. Das ist ein Dabeisein, es glaubt es kein Mensch, als wer es
erfahren hat. Drum ists auch möglich, dass es dem Mädchen so ging, man muss das
Bessere hoffen. Wenn es sich öppe aparti vor dem Resli verstellt hätte, so wüsste
ich nicht, warum es sich nicht auch vor uns hätte verstellen können. Aber es
wird eben so eine Natur haben, dass es zeigen muss, wie es ihm inwendig ist, und
das sind nicht die Schlechtern. Wenn man einander öppe einmal versteht und sagen
darf, wie es einem ist, so kommt man dä Weg hundertmal besser zweg als mit
jemand, der sich stellen kann, wie er will, und ganz anders,
