 im Wirtshaus gewesen und
der hat gesagt, es gebe zweier Gattig Mönsche, die eine seien gut für dGass, die
andern gut für ds Hus, und die einen hätten Manieren daheim und die andern
daheim keine, aber ds Tüfels viel zDorf, und es gäb schöne Visitegsichter, die
vrfluxt wüste Kuchigsichter seien. Nun komm es darauf an, was me lieb, aber wenn
me das scho wüss, so werd me doch gern bschisse, vo wege, man sehe die Meitleni
doch meist nur auf der Gass und könne sich daher gar nicht vorstellen, was sie in
der Küche für Gesichter machen oder wenn sie sollten Bohnen gwinnen und lieber
klappern möchten und dLüt usführen.« »Wart nume, du«, sagte Annelisi, »kein Wort
sage ich dir mehr, und wenn de dr Dokter manglist, so kannst du selbst laufen«,
so schnauzte es und schoss dem Bohnenplätz zu.
    Als alles zu Bette war und Christen und Änneli in ihrem Stübchen, redete
lange Keines, aber schwer seufzte Christen. »Was hast du?« fragte Änneli. »Ich
weiß es selbst nicht«, sagte Christen, »aber es ist mir neue so schwer. Was ich
zur Sache sagen soll, weiß ich nicht, sie gefällt mir nur halb.« »Was gefällt
dir nicht?« fragte Änneli. »Ds Meitschi noch gut genug, von dem will ich nichts
sagen, obschon öppis e wenig holdseliger nichts schadte; aber der Alt hat mich
geärgert, das ist so recht einer, wo meint, es sei niemand gescheit als er und
wenn er aus seinem Dorfe weg sei, so komme er zu lauter halbwitzigen Menschen.
Er hat doch wohl gewusst, wo er ist, und hat getan, als wäre er auf dem Märit,
als hätte unsereinem keinen Verstand, und gemärtet, wie ich mich unter den
fremdesten Leuten schämte. Ich glaube, er hätte uns die Kleider am Leibe
abgekauft, wenn ich nicht gesagt, ich brauche sie selbst.« »Das«, sagte Änneli,
»sind Gewohnheiten; einer hats so, ein Anderer anders, und wer öppe viel auf den
Märten herumkömmt, meint, er sei immer darauf.«
    »Von dem wollte ich nichts sagen«, sagte Christen, »das könnte mir gleich
sein, aber die Gedinge, die er gestellt hat, die sind uverschant. Wenn er noch
viel geben wollte, so hätte er ds Recht, auch etwas z'fordern, aber nichts zu
geben und alles zu wollen, das het afe kei Gattig. Er hat getan, als wär kein
Meitschi mehr in der Welt als seins.« »He«, sagte Änneli, »sie haben es so da
