, dass niemere für eim betet, sturb ih nit gern, ds Lebe ist längs, u
drwyle geit mängs, wos besser wär, es wär nit gange, u wos guet ist, wes
drhinger blybt u wes eim öpper abnimmt. Drum han ih denkt, ih well hüt no cho,
es wird öppe nüt meh im Weg sy, dass mes richtig mache cha. Ists daheim, ds
Meitschi, wo ists?«
    So sprach Kellerjoggi, und der Dorngrütbauer hörte es nicht ungern, sagte
aber, sövli gschwing mach sich das doch nicht. Schreiber hätte man keinen bei
der Hand, und mit dem Meitschi müess da wieder frisch geredet werden; es hätte
sich jetzt darauf verlassen, es sei nichts mehr, und denn wisse man nie, was
dMeitschi agstellt heige. dabei möchte er doch wissen, wie ers jetzt im Sinn
hatte, die Sache machen zu lassen. Darauf hustete Kellerjoggi grimmiglich, kam
lange nicht zu Atem, tat, als ob ihm fast etwas versprengt wäre, sagte endlich,
als er wieder zu Atem kam: »Ja, ja, so gehts nicht mehr lang, und was du tun
willst, heißt es, das tue bald«; er müsse jetzt heim, er mög dr Nachtluft nicht
mehr erleiden. Aber er solle doch zu ihm kommen die nächsten Tage und darauf
zählen, dSach werd richtig; aber säumen solle er nicht, man wisse nie, wie reuig
man werden könne. Er leu ihm guten Abend wünschen, sagte er und stopfete davon.
    »Du alte Dolders Schelm, was du bist«, brummte ihm der Dorngrütbauer nach.
Aber das nahe Sterben machte doch Eindruck auf ihn, und er dachte, etwas könnte
doch an der Sache sein, u luege müess me. Anne Mareili begriff noch besser den
Kniff, aber das machte ihns umso böser über Resli, je mehr es Kellerjoggi hasste.
Nun war es neuen Drangsalen ausgesetzt, die Sache ins weite Feld gestellt, und
vor dem allem hätten sie sein können, wenn sie nicht so eigelich getan, sondern
sich hinzugelassen, wie man es öppe begehrt hätte.
    Über Liebiwyl war der Himmel auch nicht helle. Als die Familie vom Begleit
zurückging, redeten sie abgebrochene Worte von gleichgültigen Dingen, aber Keins
frug das Andere: »Was sagst du dazu, wie haben dir die gefallen?« »Du solltest
noch Bohnen gwinnen«, sagte Änneli zu Annelisi. »Ich habe geglaubt, es gebe ein
Wetter«, sagte Christen. »Vater, soll ich das Wasser abreisen?« frug Resli. »Es
düecht mich, das Emd hätte brav agsetzt«, bemerkte Christeli. So gings nach
Hause, dort jedes seinen Geschäften nach. Annelisi ertrug
