 wolle hier durchkommen, er (der Wirt) könne ihm
vielleicht raten, wo er es am besten und wohlfeilsten finde. »Mit dem Holz ist
es bös«, sagte dieser, »es geht alles fort, wir können ihm nachsehen und bald
unser eigenes nicht mehr sägen lassen. Die Sager sägen auf den Kauf hin, und uns
Bauern lassen sie warten, bis die Würmer im Holze sind, und gäb wie wir bitten
und fluchen, so zäpfeln sie uns nur aus. Dürre Laden oder Holz sind rar, öppe
hie und da noch ein Bäumchen bei einem Bauer, aber nicht oft, vielleicht hat der
Sager im Taubloch noch etwas.« »Ists wyt?« fragte der Dorngrütbauer. »O nein,
keine Viertelstunde, da zvorderst im Graben«, antwortete der Wirt. »Es ist mir
gesagt worden, der Bauer zu Liebiwyl hätte immer Vorrat«, sagte der Dorngrüter.
»Das ist«, antwortete der Wirt, »der hat immer, aber nicht auf den Kauf hin, nur
hie und da gibt er jemand zGfallen. Kennt Ihr ihn?« »Nein«, sagte der Bauer.
»Sein Sohn wurde an der Brunst zu Aufbegehrige geprügelt und blieb liegen,
unsere Leute fanden ihn und brachten ihn heim; der hat gesagt, wenn wir etwas
mangelten, so sollten wir nur kommen, wenns der Ätti hätt, so müesste mrs ha.
Aber ich weiß, wie das ist, zGfalle geben! Märten darf man nicht, und wenn man
einen betrügen kann, so spart mans nicht.«
    »Habt nicht Kummer« , sagte der Wirt, »wenn Euch der Sohn dies gesagt hat,
so findet Ihr dort, was Ihr wollt, und wie nirgends wohlfeil und gut. Sie hätten
sich nicht dafür, wie unkommod es ihnen wäre, nicht zu halten, was der Sohn
gesagt. Das sind noch apartige Leute, wenn alle so wären, so könnte unsereiner
noch sein in der Welt. Ich nehme ihnen fast alle Kälber ab, und öppe was billig
ist, nehmen sie gerne, aber mehr als etwas wert war, musste ich nie zahlen und
erhielt die Sache recht, und wenn sie etwas kaufen, so zahlen sie, was billig
ist, und plagen einen nicht mit Märten, dass es einem düecht, man mochte ihnen
fünf Finger Usgwicht geben. Öppe ungsorget darf man Schweine von ihnen kaufen
auf Gewicht, man wird nie Steinkrätten voll Kieselsteine in den Därmen finden.
Mit denen ist noch z'handeln, aber sonst ist mit den Bauern fast nichts mehr zu
machen, sie glauben bald keinem Wirt mehr etwas. Nüt für unguet z'ha! Es werden
die Bauern öppe auch alle Tage witziger
