, bald hierhin, bald dorthin; das
ist das erstemal, dass ich einem an ein Ort hingekommen bin. Und wenn ich schon
wollte, man ließe mich nicht. Wir haben immer zu werchen mehr als genug, und
dann ists Üse auch, dass es nach ihrem Kopf gehe und nichts dazwischenkomme. Und
da ists mir lang gewesen, was es doch nütze, zu kommen. Nichts, als mir das Herz
noch schwerer zu machen, als es schon ist, und ds Beste war, ich schlüge alles
aus dem Kopf und ließ es sein, als wüsste ich nichts von dir.«
    »Das wäre schön von dir gewesen, und darauf hätte ich dir nicht viel gehabt;
dann hätts mih düecht, es sei kein Meitschi mehr einen Kreuzer wert, und was du
von deinen Alten sagst, wird doch nicht eine Sache sein, die nicht zu ändern
wäre«, sagte Resli.
    »'s wird wohl. Aber eben deswegen hets mih düecht, ich möchte dich noch
einmal sehen und dir sagen, du sollest es doch recht nicht an mir zürnen, dass
meine Eltern es dir so wüst gemacht haben und dich fortgelassen, wo du ja kaum
bei dir selbst gewesen bist und ds Ryten nicht hast erleiden mögen. Aber es ist
ihnen eben gewesen, dass es dr Kellerjoggi, den ich nehmen soll, nicht vernehme
und dass wir nicht etwa viel mit einander redeten und es ihnen dann etwa eine
Störung gebe in ihr Eingricht. Von wegen, wo der Vater durch will, da muss es
durch, kosts was es wolle und gehe es übel oder nicht. Da hets mih düecht, das
möchte ich dir noch sagen, dass du nur nicht zürnest und mit mir dich nicht
plagest, dSach trag doch nichts ab. Aber einist wäre ich doch noch gerne bei dir
gewesen, darum bin ich gekommen, vielleicht sehen wir uns dann unser Lebtag
nicht wieder.«
    »Das wär«, sagte Resli; »sövli übel wird es doch nicht stehen, haben wir
doch nicht z'ernstem probiert; so leicht setz ich von einer Sache nicht ab,
darauf kommt es nur an, dass du willst und mich begehrest. Dann möchte ich doch
sehen, ob man dich zum Alten zwängen kann und dich mir nicht lassen muss. Aber
eben darauf kommt es jetzt an. Was meinst?«
    »Das werde ich dir öppe nicht z'längem sagen müssen«, sagte Anne Mareili;
»wenn du mir nicht lieb wärest, so wäre ich nicht da; keinem Menschen auf der
Erde wäre ich hieher gekommen und hätte ihm z'lieb so wüst getan und gelogen.
Hätte ich gesagt, ich käme deinetwegen, so wäre keine Rede gewesen
