 da einist mit einem hätte
tanzen können, und dass es ihn gleich wieder erkannt zmitts in der Nacht und
zmitts im Wald, das sei ein Zeichen, dass es ihn gut ins Aug gno heig. Vielleicht
könne man dem Einen mit dem Andern Füss machen, probieren könne man immer. Aber
das müsse sie sagen, in das Haus würde Anne Mareili sich schicken, es hätte auch
etwas so Stadlichs, und man wisse manchmal nicht, dürfe man mit ihm rede oder
nicht, und es sei so ein eigeligs, es schütt sich ab Sache, wo üeblig und
brüchlig syge u ke sterblichi Seel sich brauche ein Gewissen darüber zu machen.
    So gings der Bäurin im Kopf herum, und als sie heimkam, machte sie ein
Staatsgesicht und teilte jedem mit, was die Staatsweisheit erlaubte. Dem Manne
sagte sie, das seien Leute, wie man sie nicht dick finde, wenn man bloß aufs
Meitschi luegti, so wüsste sie nicht, wo es eines besser machen könnte allem
Ansehen nach. Besser luegen müsste man freilich allweg noch, aber sie glaubte, es
wäre nicht einmal nötig. Wenn der Andere sich nicht bald nachelöy, so hülf sie
anbinden. Geradeheraus hätten sie freilich nichts gesagt, die Wirtin, die
Täsche, werde ihnen wohl gerunet haben, dass etwas anders obhanden sei; aber dass
die Jungen einander gefielen, hätte sie wohl gemerkt, und wenn man mit ihnen
etwas wollte, so hätte man die beste Gelegenheit, man brauchte nur einmal zu
ihnen zDorf, sie hätten sie gar grusam heiße cho.
    Ihrer Tochter aber, die um sie her ging wie eine Katze um den heißen Brei,
sagte sie, das seien wunderliche Leute gewesen, zu denen schickten sie sich
nicht, Leute, von denen man nicht wisse, seien sie vornehm oder gemein; zu
rühmen hätten sie nicht viel gehabt, aber mit dem Geld seien sie umgegangen, als
ob sie einen Geldscheisser daheim hätten; sie hätten sie wohl daran gemahnt, wie
man sage, dass die Täufer seien, deren so viele sein sollen im Emmental. Es
werden zuletzt wohl deren sein.
    »Aber Mutter, die Täufer tanzen nicht, wie ich immer gehört habe«,
antwortete Anne Mareili. »Ach was, du hast immer nur dein schiessiges Tanzen im
Kopf, als wenn ds Tanzen die Hauptsache wäre in der Welt. Zähle darauf, es kommt
dir nicht gut, wenn du nur solche Flausen im Kopfe hast; kannst du dein Lebtag
nicht auch zu guten Gedanken kommen: was der Flachs gelten werde dieses Jahr, in
welchem Zeichen man Bohnen setzen müsse und wie machen, dass es einem mit dem
Heiraten gerate, wie es Vater und Mutter gerne sähen?«
    Die Weggehenden, welche
